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Donnerstag, 13. Mai 2010
JuCad Carbon TravelZusätzlich zu Edelstahl oder Titan sind die neusten JuCad Elektrocaddys der hessischen Firma Jutec auch in  Carbon erhältlich.

Ähnlich wie bei Rennwagen ist auch bei Golfcaddys ein geringes Gewicht gefragt. Zum einen spielt das elegante und sportliche Design eine große Rolle, zum anderen ist es für den reisenden Golfer eine Erleichterung: geringe Packmaße und geringes Gewicht.

Das uns zur Verfügung stehende JuCad Carbon Travel-Modell war mit vier Handgriffen schnell montiert. Hilfreich dabei ist auch die Transporttasche, die während der Reise und der anschließenden Montage die Teile schmutzsicher verwahrt. Das Golfbag selbst wird am Wagen über zwei Gummispannriemen fixiert und dient auch dazu den Powerpack inkl. Akku aufzunehmen. Im Bag, so der Hersteller, ist die Technik am besten vor Witterungseinflüssen und möglichen Beschädigungen geschützt. JuCad Carbon TravelDer Caddy mit den extrem leisen Traktions-Antrieb, der über zwei Motoren verfügt und nur 6,2 kg wiegt, ist im Freilauf wie ein leicht zu schiebender Golfwagen zu bewegen. Man muss also keine Angst haben, wenn der Akku während der Golfrunde wider erwartend seinen Geist aufgibt. Einen durchschnittlichen Betrieb vorausgesetzt reicht der 1,1 kg schwere Akku für mehr als 27 Löcher. Eine elektronische Bergbremse sorgt besten Fahrkomfort auch in steilem Gelände. Die Räder, die via Schnellverschluss abgenommen werden, sind mit einem auswechselbaren Reifenbelag mit Luftpolster versehen. JuCad Carbon TravelFür  modebewusste Golfer gibt es die Räder farblich passend zum Golfbag. Die Griffstange kann über eine höhenverstellbare Rasterung genau der Größe des Spielers angepasst werden. An ihrem Ende befindet sich der stufenlos einstellbare Gasgriff sowie der Einschaltknopf und die Taste für die automatische Vorlauffunktion. Diese bietet die Möglichkeit, den Wagen selbsttätig in drei Entfernungsschritten (10-20-30 Meter) zum nächsten Abschlag vor zu schicken.

JuCad-FernsteuerungUnser Wagen war zusätzlich mit einer Fernbedienung ausgestattet. Dafür verlangt der Hersteller einen Aufpreis von 390 Euro. Lohnt diese Investition? Wir finden ja. Der Wagen lässt sich damit nicht nur starten und stoppen, sondern auch, ein wenig Übung vorausgesetzt, präzise steuern. Die Steuerung erfolgt durch das Abbremsen des jeweils kurveninneren Rades. Die Geschwindigkeitsregulierung erfolgt per Knopfdruck in sechs Stufen. Der Wagen fährt - bei verwinkelten Plätzen hilfreich - auch rückwärts. Beide Möglichkeiten der Steuerung können wechselweise mit dem Gasgriff oder der Fernbedienung betrieben werden. Bei bergigem Gelände ist dieser Wechsel mit der Hand an der Griffstange auch empfehlenswert.

JuCad Carbon TravelDie Verarbeitung der Carbonstangen mit den eingebackenen Edelstahlmuffen macht einen ausgezeichneten Eindruck. Die Verbindungskupplungen mit den integrierten Goldkontakten lassen die Elektronik unsichtbar werden. Nette Details wie die unscheinbare Einsteckmöglichkeit via Titanstift in die Deichsel für den Spezial-Regenschirm oder der zusätzlich montierbare Ball- und Scorekarten-Halter runden den positiven Gesamteindruck dieses Wagens ab. Beide Elemente schlagen allerdings mit 75 bzw. 100 Euro extra zu Buche. Neben dem typischen Carbonlook gibt es ihn auch in rot/schwarz und weis/schwarz. Ohne Fernbedienung kostet der Wagen 2800 Euro. Das ist eine ganze Menge Geld für einen Golfwagen. Trotzdem ist die Carbonvariante günstiger als die Ausführungen in Edelstahl oder gar Titan. Letztere haben wir ebenfalls einer ausgiebigen Erprobung unterzogen. Ebenso wie bei seinem Carbonpendant sind Qualität und Verarbeitung des Wagens erstklassig, was der Kunde in diesen Preisregionen auch voraussetzen kann. JuCad drive SL TravelMit 3900 Euro ist die Titanversion des JuCad drive SL Travel alles andere als ein Schnäppchen, aber erstaunlicher Weise greifen die meisten Golfer zu dieser Wagenvariante; getreu dem Motto: Billiges kommt auf die Dauer teurer. So ist diese Ausführung, die von den technischen Features der Carbonvariante der Mercedes unter den Golfwagen. Mit 5,9 kg ist der Wagen ein Leichtgewicht, das in der Transporttasche (Kosten: 80 Euro) platzsparend verstaut werden kann. Das kleine Packmaß garantiert auch die Unterbringung im Kofferraum eines Sportwagens. Wie bei der Carbonvariante empfiehlt sich die Fernbedienung. Positiv sind die fünf Jahre Garantie auf den Titanrahmen. Wer zumeist nur im heimischen Golfclub unterwegs ist oder gar ein separates Reiseset sein eigen nennt, für den ist der JuCad drive SL mit nur 3600 Euro die preiswertere Wahl. Einziger Unterschied ist, das in diesem Fall feste Zentralrohr. JuCad drive SL TravelNoch etwas günstiger ist der JuCad drive Classic, der zum 30-jährigen Firmenjubiläum neu aufgelegt wurde. Ebenfalls aus Titan lässt er sich zusammenklappen und so auch mit nicht demontierten Rädern im Kofferraum leicht verstauen. Für all diese Modelle gibt es auch die Fernbedienung, einzig der Edelstahlvariante des JuCad Drive bleibt sie vorenthalten. Es versteht sich  von selbst, dass es weiteres Zubehör gibt, - zur freudvollen Ausgestaltung des Golferlebens. Ob nun Aschenbecher, Titan Golfsitz oder die Aufnahme für ein GPS-System, - an fast alles wurde gedacht. Der eigens für den Wagen konzipierte Golfschirm ist übrigens ebenso wie die Titan-Glasfaser-Leichtlaufräder in den unterschiedlichsten Farben erhältlich, so dass die modebewusste Dame Bag, Räder und Schirm farblich aufeinander abstimmen kann.


Harry Niemann

» 2 Kommentare
1"Preise"
am Sonntag, 16. Mai 2010 18:58von Christian
Ich habe mich immer über die hohen Preise für die Trolleys gewundert. Jetzt verstehe ich das etwas besser, aber die Preise sind schon stolz.
2"Fernbedienung"
am Samstag, 22. Mai 2010 10:31von Matthias
Die Option Fernbedienung finde ich stark. Habe seit Jahren einen Titanwagen,jetzt werde ich upgraden!
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