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Tiger Woods: Die Nummer wird teuer |
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Sonntag, 20. Dezember 2009 |
Der alte Schwung ist hin – und Eldrick „Tiger“ Woods ist von der Bildfläche verschwunden. Trotzdem bestimmt er die Titelbilder und Schlagzeilen in den USA und auf der ganzen Welt. Nicht über seine sportlichen Erfolge wird berichtet, sondern über „Tigergate“. 14 Geliebte sind es mittlerweile, die sich an die Öffentlichkeit gewandt und namentlich bekannt sind und zu seinem Sex-Netzwerk zählen – weitere nicht ausgeschlossen. Geliebte Nummer 11 gar ein Porno-Star, Holly Sampson. Die 26jährige Marie Jungers, eine der zahlreichen Gespielinnen, schwärmt öffentlich: „Der Sex war wahnsinnig gut. Der Tiger knallte mich an die Wand. Es war wilder Sex“. Bardame Kalika Moquin (27) lobt sein Stehvermögen: „Viermal pro Nacht“. Die Liste ist scheinbar endlos. SMS und Mailbox-Nachrichten kursieren im Internet. Dazu jede Menge Witze, die ganze Welt scheint sich über Woods lustig zu machen.
Seine Noch-Ehefrau Elin Nordegren hat genug, sie zog mit den Kindern aus, kaufte ein Haus in ihrer schwedischen Heimat und verließ die USA gen Stockholm. Trotz des Ehevertrages verlangt sie die Hälfte seines Vermögens und hat in Kalifornien die Scheidung eingereicht. Auch dort hat die Familie Woods ein Haus und in Kalifornien werden Eheverträge nicht anerkannt, es gibt prinzipiell die Hälfte des Vermögens. Staranwälte bereiten dort schon die Scheidung vor. Auch das alleinige Sorgerecht hat sie beantragt, und ihr werden gute Chancen eingeräumt.
Der einstige Saubermann des Golfsports darf zuschauen, wie schmutzige Wäsche gewaschen wird. Von wo er das tut, ist nicht bekannt. Er ist untergetaucht, keiner weiss, wo er steckt. Man muß sich fragen, was das Management von Vermarkter IMG gewusst hat? Mark Steinberg, sein persönlicher Manager, Steve Williams, sein Caddie – alle müssen das System Woods gekannt und ihn gedeckt haben. Das Saubermann-Image hat Tiger Woods zum ersten Milliardär des Sports gemacht, auch IMG & Co. dürften sich mit ihrem Top-Act die Taschen gut gefüllt haben. Das ist vorbei. Die Sponsoren ziehen sich zurück, mal abwarten, was von den geschätzten 100 Millionen pro Jahr noch bleibt.
Ach ja, und das ist ja auch noch der Golfer Tiger Woods. Über den wird aktuell kaum geredet, eine Rückkehr auf die Tour erscheint derzeit undenkbar. Eines ist jedoch sicher: wenn er dann wieder da ist und einen Schlag ins Grün macht, wird keiner mehr dieses unsägliche „ in the hole“ brüllen – das hat jetzt nämlich eine ganz neue Bedeutung!
Eldrick „Tiger“ Woods ist aus dem Himmel geflogen, jetzt geht er gerade durch die Hölle. Aber wie sagt mein Freund Dierk immer: „Jeder kreiert sich sein Leben selber“. Der Tiger verliert gerade seine Krallen und seine Zähne, und das Fell wird ihm über die Ohren gezogen. Vielleicht endet er als Bettvorleger – aber auch das Wort ist in seinem Zusammenhang schon wieder etwas anrüchig.
Bernd J. Störtebek
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