Fast 600.000 Golfspieler in Deutschland Drucken E-Mail
Freitag, 29. Januar 2010
DGVDer Golfmarkt trotzt der Krise und entwickelt sich entgegen der allgemeinen Wirtschaftlage sehr positiv: Im Jahr 2009 traten 24.152 zusätzliche Golfspieler in die insgesamt 792 Mitgliederclubs des Deutschen Golf Verbands ein. Das entspricht einem Wachstum von 4,2 Prozent. Somit sind nun 599.328 Golfspieler in Deutschland organisiert. Schon seit 1990 liegen die jährlichen Zuwächse regelmäßig über der Marke von 20.000. Auch die Neuzugänge bei den Golfanlagen bleibt relativ konstant: mit sieben neuen Plätzen kann nun auf insgesamt 700 Anlagen Golf gespielt werden.

Die Golfanlagen starteten zunächst pessimistisch in das Jahr 2009. Wie das Frühjahrsbarometer zeigte, gingen sie mit zurückhaltenden Erwartungen in die Saison. Aber schon ein halbes Jahr später ließen die Ergebnisse des Herbstbarometers hoffen: 87 Prozent der Befragten zeigten sich zufrieden mit dem Golfjahr. Die nun ermittelten Zuwächse belegen in eindrucksvoller Weise diese Einschätzung vom Herbst. Es zeigt sich: Die Strukturen im deutschen Golf sind ausreichend stabil, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gewappnet zu sein. "Wir sind in einer komfortablen Situation, um die uns andere Sportverbände beneiden", so DGV-Präsident Dr. Wolfgang Scheuer. Mit den neuesten Ergebnissen kann Scheuer, der beim diesjährigen Verbandstag im April nicht wieder kandidiert, seine 16-jährige Amtszeit erfolgreich beenden. Während dieser Zeit hat sich die Zahl der organisierten Golfspieler in Deutschland mit knapp 600.000 nahezu verdreifacht.

Bei den Landesgolfverbänden (LGV) liegt weiterhin Bayern mit 135.299 registrierten Golfspielern vor dem LGV Nordrhein-Westfalen (123.712 Aktive). An dritter Stelle folgt wieder Baden-Württemberg mit 71.227 Golfbegeisterten.

Die Alters-und Geschlechterverteilung hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nichts verändert. Nach wie vor sind knapp 40 Prozent der registrierten Golfspieler weiblich. Insgesamt zehn Prozent der Golfbegeisterten sind Jugendliche.
» 3 Kommentare
1"Bliebt die Frage.."
am Freitag, 29. Januar 2010 12:48von Boll
Wieviel Golfspieler es in Deutschland geben würde, wenn nicht alle zwangsläufig dem DGV beitreten müßten. Ich habe mal gelesen, dass es 2,5 Millionen Menschen in Deutschland gibt, die gerne mal Golf spielen würden. Aber der DGV erhöht die Eintrittsschranken, so dass viele davon Abstand nehmen. 
 
Eigentlich Schade - so wird es nie ein Breitensport.
2"kleine Verbesserung"
am Freitag, 29. Januar 2010 18:11von rebel
Laut DGV Papier liegt die Zahl der Interessierten bei 4,1 Millionen. 
Ja leider ist da Deutsche System mehr ausgrenzend als Einladend wenn man erstens die doofe PE nicht machen will (warum auch, ist ja nicht mal Standardisiert und die Clubs müssen sie von anderen nicht anerkennen) und zweitens ist Golfen in D viel zu teuer. In UK kann man für die Hälfte des (Durchschnitt) Greenfee den ganzen Tag golfen. 
 
Breitensport wollen die wenigsten haben
3Kommentar
am Dienstag, 2. Februar 2010 21:07von Frau Oelmann
Golfsport als Breitensport beschäftigt mich derzeit ebenfalls. Auch ich denke, dass wir bei uns im Ländle noch weit davon entfernt sind, das Golfspiel als das anzusehen, was es tatsächlich ist: Ein Spiel. Zugegeben, nicht unbedingt ein gewöhnliches, aber dafür umso mehr eines, mit dem sich noch sehr viel Geld verdienen lässt, noch! Evtl. heilt die Zeit alle Wunden und eines Tages sorgt der demografische Wandel wie von selbst für ein ‚back to the roots’... 
Herzliche Grüße, Frau Oelmann schreibt.
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