High Tech made in Germany: Putter von der Firma Kramski
Mittwoch, 21. Juli 2010
Wistaw KramskiAlte Sagen wissen zu berichten, mit welch großem Aufwand das Schwert eines Samurai gefertigt wurde. Sorgfältig wählte der Meister das Eisen, das Dutzende von Schmiedegängen durchlief, um am Ende zu Spänen zerfeilt durch die Zugabe von geheimen Ingredienzien  noch schärfer und widerstandsfähiger neu zu entstehen. Das Produkt war eine Waffe, der nichts standhielt, die aber ihre überragende Wirkung nur in der Hand des Könners entfaltete.

Ähnliche Assoziationen entstehen, hält man den fast 700 Euro teuren Kramski Putter in der Hand. Von Präzisionsmaschinen gefräst, das Kunststoff-Metall-Inlay auf den tausendstel Millimeter bearbeitet, signalisiert dieser Putter dem Kenner seine besondere Stellung unter den Schlägern für den wichtigsten Schlag auf dem Golfplatz. Sein Schöpfer Wistaw Kramski, im normalen Leben Inhaber einer florierenden Werkzeugmaschinenfabrik im Schwarzwald, war auf der Suche nach dem ultimativen Putter, den er nirgendwo gefunden hatte. Das erste Modell, das er ob dessen Optik erworben hatte, zeigte ihm, wie intuitiv und wenig zielführend die meisten Schlägerhersteller sich dieses Schlägertyps widmeten. Er entschloss sich daraufhin, seinen eigenen Putter zu konzipieren und zu bauen.

Kramski HPP 326 und HPP 345Gefertigt werden die alternativ aus Aluminium oder Edelstahl gefrästen Kramski Putter im Mallet-Design (Schlegelkopf) oder als Blade-Putter (gerades Design). Kennzeichnend für die Kramski Putter ist ein ausgeklügeltes Liniensystem, mit dem es - eine entsprechende Markierung auf dem Ball vorausgesetzt - gelingt, analog zum Zielen mit dem Gewehr über Kimme und Korn, das Loch anzuvisieren. Der uns zur Verfügung stehende Testschläger war der Kramski HPP 325 TP, der sich konstruktiv von seinem aus Edelstahl gefertigten Bruder, dem HPP 330, mit 1.260 Euro deutlich teurer, optisch kaum unterscheidet. Das gilt auch für das Kopfgewicht, das bei beiden ca. 340 bis 345 g beträgt. Das Gesamtgewicht beträgt 490 g, damit war der Kramski nur unwesentlich leichter als der Ping G5i mit 500 g, der uns als Referenz diente. Kramski FittingAllerdings ist bei Kramski Puttern ein Fitting möglich. Sowohl das Kopfgewicht als auch die Kröpfung des Schlägerschaftes sind je nach Puttstil des Golfers einstellbar. Für diesen Zweck hat Kramski eigens einen Fittingkoffer entwickelt, der unterschiedlich schwere Köpfe beherbergt, die qua Steckverbindung mit den unterschiedlichen Schaftoptionen kombiniert werden können. Der Schaft ist ein TrueTemper Stahlschaft, der Griff stammt von Winn. Der Loft des Putters beträgt im Normalfall 3°und er ist in der Länge von 32 bis 36 inch erhältlich. Als HPP 350 und HPP 400 gibt es dieses Modell auch als Belly- und Broomstick Putter. Der Putterkopf ist platinfarben satiniert. Wer es bunt liebt, erhält ihn auch farbeloxiert in Pink, Schwarz, Blau, Grün und Rot. Putter von der Firma KramskiDer Schläger ist sowohl für Rechts- wie für Linkshänder erhältlich. Zum Lieferumfang gehört eine Hardcover-Schutzhülle für die Tourversion ist sie aus Leder. Auf dem Grün fühlt man sich mit diesem Schläger auf Anhieb wohl. Das Liniensystem ermöglicht ein optimales Ausrichten des Putters und der Klang beim Treffen des Balls ergibt zusammen mit der haptischen Rückmeldung ein ausgezeichnetes Feedback. Vor allem bei den kritisch kurzen Putts vermittelt der HPP 325 TP die Sicherheit, die sich Spieler wünschen. Auch bei langen Putts vermittelt der Schläger das notwendige Gefühl für die zu überbrückende Distanz. Wer Mallet Putter mag, wird mit diesem Gerät sofort zurecht kommen. Für all jene, die das mehr traditionelle Blade Design bevorzugen, bietet Kramski eine Alternative.

Putter von der Firma KramskiMit den Modellen HPP 335 und HPP 338 hat Kramski ab Herbst 2006 einen Blade Putter im Programm, der nach den gleichen Konstruktionsmerkmalen wie die Mallet Putter gefertigt wird. Auch diese sind in unterschiedlichen Farben erhältlich (Blau, Silber und Schwarz).
Dieser Blade startet mit keinem geringeren Anspruch in die Welt als der beste der Besten zu sein. Trotz alledem wird auch hier auf dem ersten Blick klar, dass hier in der höchsten Kategorie gekämpft wird. Putter von der Firma KramskiAuf den Mikrometer genau gefräst, auf Wunsch sogar ein Goldgewicht, - nein hier wurde an nichts gespart. Allein die Herstellung des Putter Inlays dauert über 24 Stunden und ist nach dieser Zeit auf ein tausendstel Millimeter genau gefertigt. Noch nie ist die Kombination aus High End-Sporttool und Livestyle-Produkt geglückt. Entweder überzeugte das Handling oder der pure Geltungsnutzen für den Besitzer. Putter von der Firma KramskiMan muss näher in die Materie eindringen, um die dahinter stehende Idee zu verstehen. Bei Kramski werden Golfbälle unter der Lupe untersucht, um eventuelle Ungenauigkeiten der Bälle festzustellen. Roboter putten tausende von Bällen, um auch noch den letzten prozentualen Ungenauigkeiten auf den Grund zugehen. Solch eine Herangehensweise an den Vorgang des Puttens hat es noch nie gegeben. Und wer jetzt denkt, dass dies nur für die 1000 besten Spieler der Welt zugänglich sei, der täuscht. Jeder kann und sollte  sich seinen Putter zum Preis von 60 Euro individuell fitten lassen. Nur so entfaltet man das volle Potenzial dieses Putters.

Putter von der Firma KramskiDoch zurück auf das Grün. Durch das hohe Gewicht des Schlägerkopfes (340 g) zieht es diesen geradezu durch den Ball. Die bei dieser Schlägerart normalerweise auftretende Gewichtsverteilung mit dem Schwerpunkt in der Schlägerspitze findet man bei Kramski nicht. Balanciert man den Putter aus, so bleibt die Schlägerfläche square. Ermöglicht wird diese hervorragende Gewichtsverteilung durch speziell im Schlägerkopf positionierte Gewichte. Putter von der Firma KramskiDas Anvisieren der Puttlinie, und das ist für einen Blad Putter ungewöhnlich, funktioniert wie bei den vorangegangenen Modellen über Kimme und Korn. Zwei Hilfslinien und ein Punkt ermöglichen das genaue Ausrichten des Schlägers.

Der Putter vermittelt ein sehr weiches und angenehmes Gefühl im Treffmoment. Der große Sweetspot sorgt darüber hinaus dafür, dass auch nicht mittig getroffene Bälle ohne Kursabweichungen rollen. Putter von der Firma KramskiIm Treffmoment hat man das Gefühl von Kontrolle. Mit dem optionalen Gramm-Gewicht im Griff von 20, 30, 40 und 50 kann der Schwerpunkt individuell festgelegt werden. Die Hände sind somit etwas schwerer. Jips und forcierte Putts können so unterbunden werden. Nach dem Verlassen der Schlagfläche läuft der Ball unglaublich treu. Der Standardloft beträgt 3,25°, der Lie 69°. Der Putter ist mit Schaftlängen zwischen 30 und 37 Inch erhältlich. Der Schaft stammt von TrueTemper, der Griff von Winn. Geschützt wird der Putter im Bag von einer Lederschutzhülle, die im Lieferumfang enthalten ist.

Kramski-HPP 200Selbst den höchsten Ansprüchen des Jet Set wird Kramski mit einer auf 25 Stück limitierten Sonderedition gerecht. Bei diesem Putter, dem HPP 336 Gold Edition für 5.600 Euro wird anstelle von rotem Lack, ein Rubin als Korn verwendet und ein 91,5 Gramm Barren aus 18 Karat Gold bildet das Gewicht. Doch die Farbe polarisiert. Nicht jeder will Gold am Putter und sei es nur vergoldet. Vor allem die Pros bevorzugen es weniger protzig. Deshalb bietet Kramski nun das Gewicht auch in Silber für sportlicher Orientierte an. Der Putter ist eloxiert in den Farben Schwarz, Silber und Blau erhältlich und das sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder. Kramski hat es geschafft das weite Feld von Lifstyle-Objekt und Profiwerkzeug zu verbinden. Kramski-HPP 250Mit 725 Euro verlangt Kramski dafür auch einen stolzen Preis. Ist der Schläger dies wert? Bei „Golf Test USA - America´s Testing Company“ stand der HPP 338 Blade in den vergangenen Jahren auf Platz 1 in der Summe der Kriterien, dicht gefolgt von seinem Bruder mit Mallet Kopf, dem HPP 325. Beide Modelle gibt es auch als HPP 326 TP für 749 Euro und als HPP 340 mit Polyurethan-Insert für schnelle Grüns. Für den, der sich nicht zwischen Blade und Malletputter entscheiden kann, gibt es als Halbmalletmodell noch den HPP 345. Wesentlich preiswerter sind mit 449 Euro die spezialbeschichteten Edelstahlvarianten HPP 200 und HPP 250, die es ebenfalls als Blade- und Malletputter gibt. Wie bei allen Kramski Putter verfügen auch diese beiden Modelle über eine glatte Schlagfläche, um keinen ungewollten Spin auf den Ball zu übertragen. Eine Besonderheit ist die 3-D-Visiereinrichtung, die das genaue Ausrichten des Putters erleichtert.

Harry Niemann
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