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McCarron wettert gegen Mickelson |
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Mittwoch, 3. Februar 2010 |
Scott McCarron, Mitglied des Spielerrats der PGA Tour, ist in letzter Zeit dabei, sich immer neue Freunde auf der Tour zu machen. Zuerst attackierte er Anthony Kim, weil dieser es vorgezogen hatte bei der Abu Dhabi Championship auf der European Tour anzutreten, statt in seiner Heimat bei der Bob Hope Classic aufzuteen. Dann zog sich Kenny Perry seinen Zorn zu, weil er es nur eine Woche später ebenfalls wagte, ein Gastspiel auf der European Tour zu geben. Perry war in der letzten Woche bei der Qatar Masters am Start gewesen und nicht bei der gleichzeitig stattfinden Farmers Insurance Open in Torry Pines.
Nun hat der 44-jährige Amerikaner einen neuen Freund dazu gewonnen. Diesmal hat er sich einen der großen Brocken ausgesucht. Phil Mickelson, Zweiter der Weltrangliste, wurde von McCarron in einem Interview mit dem San Francisco Chronicle öffentlich des Betrugs beschuldigt.
Mickelson hatte bei seinem ersten Auftritt in diesem Jahr ein zwanzig Jahre altes Ping Eye 2-Lobwedge in seine Tasche gepackt. Das ist zwar nicht mit der neuen Grooves-Regelung der Tour konform, bewegt sich aber in einer Grauzone, wenn es vor dem 1. April 1990 gefertigt wurde. Alle vor diesem Zeitpunkt gefertigten Ping Eye 2 Eisen gelten für alle Zeiten als regelkonform. Damals hatte die USGA und der Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews (R & A) einen Kompromiss mit Ping ausgehandelt nachdem absehbar war, dass sie die anstehende Gerichtsverhandlung verlieren würde.
Zu der Verhandlung war es gekommen, nachdem Ping als erste eine neue Groove-Regel umgesetzt hatte, die die USGA und R & A kurz zuvor erlassen hatten. Danach waren neben den V-förmigen Rillen nun auch U-förmige Grooves zugelassen. Ping rundete die Rillenkanten zusätzlich etwas ab, um die Bälle zu schonen. Das hatte zur Folge, dass die neuen Rillen Schläge aus dem Rough erleichterten. Die USGA reagierte auf die Spielerleichterung und beschloss kurzerhand eine neue Messmethode für Grooves einzuführen. Danach wären die Ping Eye 2 Eisen, die schon seit einigen Jahren auf dem Markt gewesen waren, plötzlich illegal gewesen. Dagegen hatte sich Ping vor Gericht zur Wehr gesetzt.
Auf den Betrugsvorwurf reagierte Mickelson mit einer Kampfansage. „Es sei Verleumdung“, so der 39-jährige Kalifornier. „Ich habe mich jederzeit den Regeln entsprechend verhalten. Wenn die Tour nichts unternimmt, werde ich weitere Schritte einleiten.“
Die Tour gab Mickelson recht, die Schläger sind zugelassen und sie sehen keinen Verstoß gegen die Regeln. Neben dem Weltranglistenzweiten sind auch John Daly, Dean Wilson und Hunter Mahan mit den neuen alten Wedges unterwegs. Bei dem Ping Vertragsspieler Mahan ist das Ping Eye 2-Lobwedge schon seit Jahren fester Bestandteil in seiner Tasche.
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