Saisonrückblick 2010: Die Top Ten des Jahres
Mittwoch, 29. Dezember 2010
Wer spielte im Jahre  2010 das beste Golf? Aufschluß gibt ein etwas genauerer Blick auf die Weltrangliste, und die Antwort ist ganz klar: Martin Kaymer, Lee Westwood und Graeme McDowell. Das war das Trio, das in diesem Jahr das allerbeste Golf zeigte und die meisten Weltranglistenpunkte einspielte. Kein Wunder also, dass die Drei in diesem Jahr diverse Auszeichnungen einheimsten. Egal um welche Laudatio und welchen Pokal es sich handelte, immer war einer der Dreien ganz vorne dabei.

Lee WestwoodLee Westwood schaffte in diesem Jahr das Traumziel jedes Professionals - den Sprung an die Spitze der Weltrangliste. Und der 37-jährige Engländer bewies zum Ende des Jahres eindrucksvoll, dass er diesen Platz nicht kampflos aufzugeben gedenkt. Am 31.12.2010 ist er nicht nur die Nummer eins der Welt, er ist in diesem Jahr auch mit 374.207 Weltranglistenpunkten der Beste aller Profi-Golfer.

Martin KaymerDahinter rangiert Martin Kaymer nach einem unglaublichen Jahr. Er gewann sein erstes Major, die PGA Championship in Wisconsin, und drei weitere Turniere auf der European Tour. Der junge Mann aus Mettmann – am 28. Dezember wurde er 26 - schloss die Saison als Nummer Eins der europäischen Geldrangliste, dem „Race to Dubai“, ab und qualifizierte sich als zweiter Deutscher hinter Bernhard Langer für das europäische Ryder Cup Team. In der Weltrangliste machte er in diesem Jahr zehn Plätze gut und schob er sich auf Rang Drei vor. Mit 346.326 Weltranglistenpunkten behauptete sich der Deutsche vor Graeme McDowell.

Graeme McDowellDer US Open-Champion aus Nordirland gewann wie Kaymer vier Turniere, darunter mit den US Open Championship sein erstes Major. Lange wird sein fulminanter Ryder Cup-Auftritt in Erinnerung bleiben, als er den letzten und entscheidenden Punkt zum Sieg der europäischen Teams gegen das Ryder Cup Team der USA sicherte.  In der europäischen Geldrangliste musste er sich nur knapp Martin Kaymer geschlagen geben, die beiden haben sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. McDowell machte in der Weltrangliste den größten Sprung nach oben, Luke Donalder kletterte dank der 331.482 Weltranglistenpunkte von Position 39 auf Platz sieben.

Heimlich, still und leise ging es auch für den ruhigen Luke Donald nach oben. Der 33-jährige Brite sprang in der Weltrangliste von Rang 28 auf Position neun. Der Grund: Donald war mit 325.675 Punkten die Nummer vier in diesem Jahr.Ernie Els

Auch wenn Stuart Appleby in Amerika zum „Comeback Player of the Year“ gekürt wurde, für uns hat Ernie Els den Titel verdient. Kein Sieg in 2009, dann drei Trophäen in diesem Jahr, darunter die „WGC-CA Championship“ und dazu der Erfolg beim „PGA Grand Slam of Golf“. „The Big Easy“ hatte wieder ein ganz großes Jahr. Mit 314.826 Weltranglistenpunkten ist der Südafrikaner mit dem legendären Schwung in diesem Jahr als Nummer fünf ganz vorne dabei.

Rory McIlroyRory McIlroy fiel in der Weltrangliste von Platz Neun auf Elf zurück, obwohl der Nordire, gerade mal 21 Jahre jung, in diesem Jahr mit 266.040 Punkten über 41.000 Weltranglistenpunkte mehr zusammenbrachte als 2009. Nur etwa 500 Punkte hinter McIlroy liegt Paul Casey in diesem Jahr mit 265.461 Punkten auf Platz Sieben.

Erst auf Platz Acht finden wir den ersten US Amerikaner. Matt KucharMatt Kuchar gewann auf der US PGA Tour die Moneylist und liegt mit 257.359 nach Weltranglistenpunkten vor Masters-Sieger Phil Mickelson (247.688 Punkte) und Jim Furyk (247.266). Furyk setzte sich im FedEx-Cup mit 262 Punkten Vorsprung gegen seinen Landsmann Kuchar durch und holte sich nicht nur die Trophäe sondern auch die $ 10 Millionen Sonderprämie ab. Der Mann mit der „Schleife“ im Schwung wurde auf der US PGA Tour Jim Furykauch zum Spieler des Jahres gewählt. Und das, obwohl der irische TV-Kommentator und Spaßvogel David Feherty doch allen Ernstes und öffentlich seinen Schwung so kommentierte: „Er erinnert mich an einen Einarmigen, der versucht, in der Telefonzelle eine Klapperschlange zu erschlagen.“ Die Amerikaner haben für  Golfer den schönen Satz: „It’s not how, it’s how many“. Und für die Profis ließe sich mit dem Blick auf Weltranglistenpunkte und Preisgelder ergänzen: „And how much!“

Die Top Ten in diesem Jahr (nach Weltranglistenpunkten):
1.    Lee Westwood:  374.207
2.    Martin Kaymer:  346.326
3.    Graeme McDowell: 331.482
4.    Luke Donald: 325.675
5.    Ernie Els: 314.826
6.    Rory McIlroy: 266.040
7.    Paul Casey: 265.461
8.    Matt Kuchar: 257.359
9.    Phil Mickelson: 247.688
10.  Jim Furyk:  247.266


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