Saisonrückblick 2010: USA
Mittwoch, 15. Dezember 2010

Tiger Woods Können Sie sich noch an den Jahresanfang erinnern? Im Vordergrund standen hier die Schlagzeilen um Tiger Woods und seine Affären mit vielen, vielen fremden Frauen. Gekrönt wurde die ganze Aktion der Nummer eins der Weltrangliste mit einem Interview im Februar, welches seine schauspielerischen Fähigkeiten aufzeigte und im Nachhinein viele Lügen ans Tageslicht brachte. Er wolle ein anderer Mensch werden, seine Fans respektieren usw. – bei seinem ersten Auftritt als Spieler, anlässlich des MASTERS in Augusta, versuchte er es. Gab Autogramme und ging freundlich mit den Zuschauern um, doch schnell verflog diese Einstellung und Tiger wurde wieder der „Alte“ – unnahbar und schwer erreichbar für die Fans.

John DalyEin weiterer Spieler machte ebenfalls negative Schlagzeilen, jedoch war man dies von ihm schon gewohnt. Die Rede ist von „Big John“ – John Daly. Aufgrund seines Auftretens hatte er auch die letzten seiner Sponsoren verprellt und lebte jetzt quasi von der Hand in den Mund. Teilweise musste er Turnierstarts absagen, weil er die Reisekosten nicht mehr aufbringen konnte. Traurig, aber wahr.

Widmen wir uns jetzt den einzelnen Touren in den USA.

LPGA Tour

Na Yeon ChoSchon vor dem Abschlussturnier Anfang Dezember stand fest, die Nummer eins in den USA wird eine Asiatin. Drei Spielerinnen aus dem fernen Osten kämpften hier um den Platz an der Sonne, dies waren: Na Yeon Choi (Südkorea), Jiyai Shin (Südkorea) und Yani Tseng (Taiwan). Am Ende hatte Na Yeon Choi die Nase vorn und konnte den Gewinn der Geldrangliste auf der LPGA Tour 2010 für sich verbuchen. Die „Player-of-the-Year“ Trophäe ging an Taiwanesin Yani Tseng, die sich gegen die Amerikanerin Cristie Kerr durchsetzen konnte. Kerr belegt in der Geldrangliste als beste Amerikanerin Rang drei, gefolgt von Michelle Wie (Rang neun) Sandra Gal und Paula Creamer (Rang 10). Man sieht also, dass der Rücktritt von Lorena Ochoa zu Beginn des Jahres eine große Lücke hinterlassen hat.
Einzige Deutsche auf der amerikanischen Damentour ist und bleibt Sandra Gal. Nach 21 Turnieren hatte die Düsseldorferin 106.387,75 US Dollar zusammengespielt und wurde damit 67. in der Moneylist.

Champions Tour

Bernhard LangerSeit zwei Jahren ist er der „Überflieger“ unter den Senioren in den USA. Die Rede ist von Bernhard Langer, der auch in diesem Jahr wieder als Nr. 1 die Geldrangliste abschloss und sich auch den Titel im Charles Schwab Cup sicherte. Er trat bei 23 Events 2010 an, belegte 15 Mal eine Top-10 Platzierung und holte davon fünf Siege. Beeindruckend auch seine Statistik im Treffen der Grüns. In 74 gespielten Runden traf Langer im Schnitt 74,95% die Grüns – dies ist einsame Spitze. Auf Rang zwei der Moneylist landete der Amerikaner Fred Couples, Rang drei nimmt John Cook ein. Überraschend sauer zeigte sich Bernhard Langer, als sowohl die Bundespolitiker, als auch die der bayerischen Landesregierung bekannt gaben, das Unternehmen „Ryder Cup 2018“ nicht zu unterstützen.Fred Couples „Ich verstehe nicht, warum sie so kleinkariert denken. Sie schaden nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Wählern und unserem Land. Wir könnten Deutschland weltweit präsentieren. Wenn man zehn Millionen investiert, fließen 60 bis 80 Millionen zurück. Jeder Geschäftsmann würde da sofort zusagen,“ so der Anhausener.

U.S. PGA Tour

Jim FurykLange Zeit sah es danach aus, als würde Matt Kuchar das Rennen im FedEx-Cup machen, doch am Ende setzte sich sein Landsmann Jim Furyk durch. Mit 262 Punkten Vorsprung holte sich der Mann mit der „Schleife“ im Schwung nicht nur die Trophäe sondern auch die $ 10 Millionen Sonderprämie ab. Furyk wurde auch zum Spieler des Jahres gewählt. Matt Kuchar konnte sich nur mit dem ersten Platz in der Moneylist trösten. Tiger Woods erlebte auch sportlich die schlechteste Saison seit Beginn seiner Profikarriere, ausgenommen im Jahre 2008, als er verletzt war. Zum ersten Mal konnte er sich nicht für die Tour Championship qualifizieren, da er im FedEx Cup nicht unter die besten 30 kam, sondern Rang 42 belegte. In der Moneylist reichte es gerade einmal für Rang 68. Tiger WoodsWoods konnte sich gerade zweimal unter den Top-10 platzieren bei 12 gespielten Turnieren. Der Longhitter der Saison ist Robert Garrigus, der in 71 Runden einen Durchschnitts-Drive von 315,5 Yards (288,5m) zu Buche stehen hat. In der Kategorie Drive-Genauigkeit hat in diesem Jahr Omar Uresti die Nase vorn. In 74 Runden traf er zu 76,08% das Fairway bei seinen Abschlägen. Die meisten Grüns traf dagegen John Senden. Alex CejkaIn 103 Runden kam er auf eine Quote von 72,49%. Einziger Deutscher auf der U.S. Tour war und ist Alex Cejka. Mit dem 108. Platz in der Moneylist sicherte er sich schon früh in der Saison die Tourkarte für 2011.

 

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