Der „richtige“ Golfclub
Mittwoch, 1. April 2009

Der richtige GolfclubKeine Ahnung, welche Clubs in der Nähe Ihres Wohnortes sind? Das Internet hilft weiter! Unter Golfclubs finden Sie auf dieser Internetseite die nächstgelegenen Clubs.

Ein Besuch auf dem Club­gelände zeigt dann schnell, ob es sich lohnt, hier nach den Auf­nahme­bedingungen zu fragen. Denn wenn Sie trotz karierter Hose nur mühsam gegrüßt werden, steigen Sie eben umgehend wieder ins Auto.

Wenn Sie, obwohl Sie keine karierte Hose tragen, nett empfangen werden, fragen Sie nach Probe- oder Schnuppermitgliedschaften, die Ihnen die Möglichkeit geben, sich in Ruhe umzuschauen bevor Sie über einen Eintritt entscheiden.

Der richtige GolfclubHilfreich ist immer das Gespräch mit einem Mit­glied zu suchen. Men­schen, die sich in ihrem Club wohl fühlen, teilen gern anderen mit warum das so ist.

Wenn Sie einen Club gefunden haben, dessen gesellschaftliche oder sportliche Ausrichtung Ihnen gefällt, lassen Sie aber auch wirtschaft­liche Argumente in Ihre Wahl einfließen, die mehr als nur die Höhe des Jahresbei­tra­ges berück­sichtigen.

Bedenken Sie zudem, dass es regelmäßig wenig sinnvoll sein mag, einem wunderbaren Club anzugehö­ren, der zwei Fahrtstunden entfernt ist.

Hier die wesentlichen Begriffe, die Ihnen helfen mögen, einen passenden Club zu finden:

Der richtige GolfclubDie unbefristete Mitglied­schaft:
War lange Jahre die einzig denkbare Mitgliedsform in Deutschland. Mit Zahlung der Aufnahmegebühr haben sich die Eintretenden an den bisher geleisteten Investitionen beteiligt. Der zudem fällige Jahresbeitrag soll dann die laufenden Kosten, aufgeteilt auf alle Mitglieder, decken. Während in Deutschland mit kalkulierbaren Beiträgen gearbeitet wird, hat sich in manchen englischen Clubs ein anderes System gebildet: Die getätigten Ausgaben werden am Jahresende durch alle geteilt und einfach vom Konto abgebucht.

Die befristete Mitgliedschaft:
Während früher ein Golfclub sukzessive wuchs, die Investitionen durch Neuaufnahmen oder Umlagen finanziert wurden, ist es heute Alltag, dass Golfanlagen durch Betrei­bergesellschaften kom­plett gebaut und vermarktet wer­den. Der eigentliche Golfclub e.V. ist nur noch Nutzer der Anlage. Deshalb schließt der Betreiber mit jedem Mitglied einen gesonderten (aber gleichen) Nutzungsvertrag ab. Dieser kann unbefristet oder befristet sein. So tragen gerade befristete Mitglied­schaften dem gesellschaft­lichen Wandel und den erhöhten Anfor­de­rungen an  die individuelle Mobilität Rechnung.

Der richtige GolfclubWer nicht weiß, ob er sich für lange Zeit an diesem Ort aufhalten wird, kann sich häufig für eine befristete Mitgliedschaft entscheiden. Sie zahlen eine geringere Aufnahmegebühr, haben dann aber auch nur z.B. für 5 Jahre ein Spielrecht.
Mittlerweile verzichten heute viele Clubs sogar völlig auf eine Aufnahme­gebühr – berech­nen dafür aber einen erhöh­ten Jahres­beitrag.

Die „Friseurmitglied­schaft“:
Besonderen Lebensum­ständen verdanken die eingeschränkten Mitglied­schaf­ten ihre Entstehung. Wer immer am Wochen­ende arbeiten muss, kann den Platz dann natürlich nicht nutzen, sondern nur an den Tagen, an denen er über Freizeit verfügt. Wie eben die Friseure am Montag, die nur an diesen Tag spielen können – dafür aber einen geringeren Beitrag zahlen.

Die „Fernmitgliedschaft“:
Der richtige GolfclubNicht jeder Club ist ein Ort des wahren Reichtums. So finden sich gerade außer­halb der Ballungsräume (und im Ausland) durchaus Anlagen, die mit wirt­schaft­lichen Schwierig­kei­ten zu kämpfen haben, da sie nicht ausreichend Zuspruch durch reguläre Mitglieder erfahren.
Gerade diese Clubs bieten oft günstige Fernmitglied­schaften an. Die letztlich aber nur den Zweck erfüllen, Interessenten die begehrte (DGV-)Mitglieds­karte güns­tig zu beschaffen, mit der dann, gegen Zahlung einer Gebühr („Green Fee“), auf an­de­ren –heimatnahen– An­la­gen gespielt werden kann. Diese Form ist eine Rechenfrage: Spiele ich sehr oft, lohnt sie sich regelmäßig nicht. Mittlerweile finden sich im Markt einige Unternehmen, die sich auf die Vermittlung von Fernmitgliedschaften spezia­li­siert haben.
Aber Vorsicht: Nicht auf allen Golfanlagen sind Fern-Mitglieder willkommen...

Vereinigung clubfreier Golfspieler e.V.
Der richtige GolfclubDer, mit mehr als 18.000 Mitgliedern, größte deutsche Golf­club VcG verfügt über keine eigene Anlage. Die Mitglieder spielen  ausschließlich gegen Gebühr („Green Fee“) auf fremden Golfplätzen. Der Jahresbeitrag ist mit € 195,-- vergleichsweise gering, eine Aufnahme­ge­bühr wird nicht erhoben.

Die VcG erweist sich immer mehr als „Einstiegsdroge“ in den Golfsport (natürlich können auch Damen Mitglied werden) und als gutes Instrument für die, die sich in aller Ruhe umschauen wollen. Etwa 650 deutsche Golfclubs  akzeptieren gerne Mit­glie­der der VcG als Gastspieler.

Ein Golfclub ist heute ein Wirtschafts­un­ter­nehmen:
Gleichgültig, ob es sich um einen e.V., eine KG, GmbH oder gar AG handelt: Informieren Sie sich vorab über die wirtschaftlichen Umstände Ihres Favoriten:
Ist das Zahlenwerk solide oder drohen Umlagen für Investitionen oder frühere (noch schlimmer: laufende) Verluste. Bleiben die Beiträge des Betreibers stabil oder sind Erhöhungen in Aussicht? Solide Anbieter werden sie gerne umfas­send informieren.

Text: Klaus Stahmer 

Jetzt fange ich an!

Golf – erste „Annäherungsschläge“ an die Trendsportart Nr. 1 

Golfsport auch 2009 zum Anfassen

 

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