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Keine Ahnung, welche Clubs in der Nähe Ihres Wohnortes sind? Das Internet hilft weiter! Unter Golfclubs finden Sie auf dieser Internetseite die nächstgelegenen Clubs.
Ein Besuch auf dem Clubgelände zeigt dann schnell, ob es sich lohnt, hier nach den Aufnahmebedingungen zu fragen. Denn wenn Sie trotz karierter Hose nur mühsam gegrüßt werden, steigen Sie eben umgehend wieder ins Auto.
Wenn Sie, obwohl Sie keine karierte Hose tragen, nett empfangen werden, fragen Sie nach Probe- oder Schnuppermitgliedschaften, die Ihnen die Möglichkeit geben, sich in Ruhe umzuschauen bevor Sie über einen Eintritt entscheiden.
Hilfreich ist immer das Gespräch mit einem Mitglied zu suchen. Menschen, die sich in ihrem Club wohl fühlen, teilen gern anderen mit warum das so ist.
Wenn Sie einen Club gefunden haben, dessen gesellschaftliche oder sportliche Ausrichtung Ihnen gefällt, lassen Sie aber auch wirtschaftliche Argumente in Ihre Wahl einfließen, die mehr als nur die Höhe des Jahresbeitrages berücksichtigen.
Bedenken Sie zudem, dass es regelmäßig wenig sinnvoll sein mag, einem wunderbaren Club anzugehören, der zwei Fahrtstunden entfernt ist.
Hier die wesentlichen Begriffe, die Ihnen helfen mögen, einen passenden Club zu finden:
Die unbefristete Mitgliedschaft:
War lange Jahre die einzig denkbare Mitgliedsform in Deutschland. Mit Zahlung der Aufnahmegebühr haben sich die Eintretenden an den bisher geleisteten Investitionen beteiligt. Der zudem fällige Jahresbeitrag soll dann die laufenden Kosten, aufgeteilt auf alle Mitglieder, decken. Während in Deutschland mit kalkulierbaren Beiträgen gearbeitet wird, hat sich in manchen englischen Clubs ein anderes System gebildet: Die getätigten Ausgaben werden am Jahresende durch alle geteilt und einfach vom Konto abgebucht.
Die befristete Mitgliedschaft:
Während früher ein Golfclub sukzessive wuchs, die Investitionen durch Neuaufnahmen oder Umlagen finanziert wurden, ist es heute Alltag, dass Golfanlagen durch Betreibergesellschaften komplett gebaut und vermarktet werden. Der eigentliche Golfclub e.V. ist nur noch Nutzer der Anlage. Deshalb schließt der Betreiber mit jedem Mitglied einen gesonderten (aber gleichen) Nutzungsvertrag ab. Dieser kann unbefristet oder befristet sein. So tragen gerade befristete Mitgliedschaften dem gesellschaftlichen Wandel und den erhöhten Anforderungen an die individuelle Mobilität Rechnung.
Wer nicht weiß, ob er sich für lange Zeit an diesem Ort aufhalten wird, kann sich häufig für eine befristete Mitgliedschaft entscheiden. Sie zahlen eine geringere Aufnahmegebühr, haben dann aber auch nur z.B. für 5 Jahre ein Spielrecht.
Mittlerweile verzichten heute viele Clubs sogar völlig auf eine Aufnahmegebühr – berechnen dafür aber einen erhöhten Jahresbeitrag.
Die „Friseurmitgliedschaft“:
Besonderen Lebensumständen verdanken die eingeschränkten Mitgliedschaften ihre Entstehung. Wer immer am Wochenende arbeiten muss, kann den Platz dann natürlich nicht nutzen, sondern nur an den Tagen, an denen er über Freizeit verfügt. Wie eben die Friseure am Montag, die nur an diesen Tag spielen können – dafür aber einen geringeren Beitrag zahlen.
Die „Fernmitgliedschaft“:
Nicht jeder Club ist ein Ort des wahren Reichtums. So finden sich gerade außerhalb der Ballungsräume (und im Ausland) durchaus Anlagen, die mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, da sie nicht ausreichend Zuspruch durch reguläre Mitglieder erfahren.
Gerade diese Clubs bieten oft günstige Fernmitgliedschaften an. Die letztlich aber nur den Zweck erfüllen, Interessenten die begehrte (DGV-)Mitgliedskarte günstig zu beschaffen, mit der dann, gegen Zahlung einer Gebühr („Green Fee“), auf anderen –heimatnahen– Anlagen gespielt werden kann. Diese Form ist eine Rechenfrage: Spiele ich sehr oft, lohnt sie sich regelmäßig nicht. Mittlerweile finden sich im Markt einige Unternehmen, die sich auf die Vermittlung von Fernmitgliedschaften spezialisiert haben.
Aber Vorsicht: Nicht auf allen Golfanlagen sind Fern-Mitglieder willkommen...
Vereinigung clubfreier Golfspieler e.V.
Der, mit mehr als 18.000 Mitgliedern, größte deutsche Golfclub VcG verfügt über keine eigene Anlage. Die Mitglieder spielen ausschließlich gegen Gebühr („Green Fee“) auf fremden Golfplätzen. Der Jahresbeitrag ist mit € 195,-- vergleichsweise gering, eine Aufnahmegebühr wird nicht erhoben.
Die VcG erweist sich immer mehr als „Einstiegsdroge“ in den Golfsport (natürlich können auch Damen Mitglied werden) und als gutes Instrument für die, die sich in aller Ruhe umschauen wollen. Etwa 650 deutsche Golfclubs akzeptieren gerne Mitglieder der VcG als Gastspieler.
Ein Golfclub ist heute ein Wirtschaftsunternehmen:
Gleichgültig, ob es sich um einen e.V., eine KG, GmbH oder gar AG handelt: Informieren Sie sich vorab über die wirtschaftlichen Umstände Ihres Favoriten:
Ist das Zahlenwerk solide oder drohen Umlagen für Investitionen oder frühere (noch schlimmer: laufende) Verluste. Bleiben die Beiträge des Betreibers stabil oder sind Erhöhungen in Aussicht? Solide Anbieter werden sie gerne umfassend informieren.
Text: Klaus Stahmer
Jetzt fange ich an!
Golf – erste „Annäherungsschläge“ an die Trendsportart Nr. 1
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