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Golf – Jaguar auf dem Parkplatz, Rolex am Arm und der Anlageberater der Hausbank macht Hausbesuche? Millionenschwere Geschäfte am 7.Grün?
Hört sich gut an - aber: Vergessen Sie es!
Längst hat sich der Markt geändert und Golf wächst nicht mehr im 5-Sternesegment sondern in einer Preislage, die auch von „Normalverdienern“ bedient werden kann.
Vorbei auch die Zeiten, zu denen GOLF noch mit „Gentlemen only – Ladies forbidden“ übersetzt wurde oder Gäste auf einzelnen Anlagen mit dem Schild „no dogs – no ladies“ begrüßt wurden...
Immer mehr wandelt sich der Sport, wenn schon nicht zu einem Breitensport, dann doch zu einem „Sport für Viele“.
Immer mehr werden die Golfclubs, serviceresistente Ausnahmen seien geduldet, zu modernen Vereinen, die sich als Dienstleister für ihre Mitglieder verstehen. Clubs, die nicht mehr den muffigen Geruch des „Vereins“ in der Version der deutschen „e.V. - Ausprägung“ verbreiten, sondern einen durchaus sportlichen Anspruch haben und die Möglichkeit bieten, nette Freunde zu finden.
Eines aber soll Bestand haben: Der vielbeschworene „Spirit of the game“, der alle – auch die nunmehr umworbenen Damen – der Maxime des fairen „Gentlementsports“ unterwirft.
Eines Sports, der auch die Schrulligkeiten seiner Spieler liebt und die ungeahnte Zahl von Witzen über diese.
Aber – und auch das sei hier klar erwähnt – die Betonung liegt nicht nur auf „Gentlemen“ sondern ebenso auf Sport. Golf hat eher etwas mit Biathlon als mit Spazierengehen zu tun und wer jemals eine konzentrierte Turnierrunde hinter sich gebracht hat, der weiß, wie anstrengend 18 gespielte Bahnen und dabei etwa 8 gelaufene Kilometer sein können.
Worin liegt der Reiz?
Schwer zu sagen, für einige darin, draußen zu sein ohne spazieren gehen zu müssen. Andere behaupten, Golf macht glücklich, weil beide Gehirnhälften endlich einmal koordiniert arbeiten müssen.
Andere behaupten, dass nach einem gelungenen Schlag soviel Endorphine im Körper freigesetzt werden, dass sie für ein ähnliches Erlebnis 20 km joggen müssten.
Am besten, Sie finden es selbst heraus.
Kann ich das auch?
Vom Bewegungsablauf ist Golf sicherlich eine der anspruchsvollsten Sportarten. Nicht der Einsatz von Kraft oder ein eiserner Wille werden Sie voranbringen, eher eine gewisse Entspanntheit und Ruhe. Und eine gute Anleitung durch einen Golfprofessional.
Ein Sport für jedes Alter:
Golf lernt man, solange man spielt. Und mit Spaß spielen kann man, solange man sich bewegen kann – was häufig viel länger ist, als in anderen Sportarten. Und –– es gibt keinen Grund erst im hohen Alter damit zu beginnen, obwohl jeder sagt, dass viel zu spät damit begonnen wurde. Was aber kein Grund sein sollte, damit bis zum Erreichen des Rentenalters zu warten
Der erste Schritt fällt leicht
Sie haben keinen guten Freund, der Sie in „seinen“ Club mitnimmt?
Kein Problem! Suchen Sie den nächstbesten Club in Ihrer Gegend, fahren Sie hin und informieren Sie sich im Sekretariat. Dank der stürmischen Golfgründerzeit der 90er Jahre, in denen die Anzahl der Clubs hierzulande stärker stieg, als die Mitgliederzahlen, suchen viele Clubs neue Mitglieder.
Ein letzter Tipp:
Werfen Sie Ihre Vorurteile über Bord und Sie werden es schnell merken und nicht mehr vergessen: Golf ist keine Sache von Leben oder Tod – es ist viel ernster!
Text: Klaus Stahmer
Jetzt fange ich an!
Golfsport auch 2009 zum Anfassen
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