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Mittwoch, 25. März 2009

Jetzt fange ich an!Sie haben sich endlich von Ihren Vorurteilen verabschiedet oder sich mit ihnen arrangiert: Eine dezent karierte Hose haben Sie im Winterschlussverkauf erstehen können und Ihr Lebenspartner oder Ihre Lebenspartnerin weiß, dass Sex für Sie in nächster Zukunft kein Thema sein wird… Kurz: Sie haben beschlossen, mit dem Golfsport zu beginnen

Geben Sie sich einen Ruck … Golf um die Ecke…
Sie haben keinen guten Freund, der Sie in „seinen“ Club mitnimmt?
Kein Problem! Suchen Sie den nächstbesten Club in Ihrer Gegend, fahren Sie hin und informieren Sie sich im Sekretariat. Dank der stürmischen Golfgründerzeit der 90er Jahre, in denen die Anzahl der Clubs hierzulande stärker stieg, als die Mitgliederzahlen, suchen die meisten der über 700 deutschen Clubs neue Mitglieder. Und kaum noch einer möchte vor einem Eintritt die Steuererklärung Ihrer Großeltern aus dem Jahre 1927 sehen...

Jetzt fange ich an!Fragen Sie nach Schnupperveranstaltungen, auf denen Sie erste Schritte tun und „es“ einmal ausprobieren können. Oder fragen Sie nach dem PRO, dem Golflehrer, von dem es mindestens einen auf jeder Anlage gibt und der davon lebt, Unterricht zu erteilen.
Haben Sie keine Angst, sich zu genieren: Angefangen, Luftschläge gemacht oder die Driving Range (die Übungswiese) umgegraben haben wir alle einmal. Besonders feinfühlige Golflehrer bieten auch schon mal Stunden um 6 Uhr morgens an, damit keiner zusieht...

… oder Golf im Urlaub
Jetzt fange ich an!Noch nichts für Sie? Möchten Sie es etwas neutraler, nicht so eng am Club? Hier helfen die Reise­veranstalter weiter!
Golfkurse sind mittlerweile ein „Muss“ für jeden Reisekatalog. Je nach Geldbeutel und Zeit können Sie unter verschiedenen Angeboten wählen. Gut dabei: Durch die Wahl der Destination umgehen sie zudem noch die Unzuverlässigkeit des heimischen Wetters. Und: Nach einem Kurs über drei Tage wissen Sie, ob der Golfsport Ihnen Spaß macht oder nicht.
Am längsten im Urlaubsmarkt aktiv ist die amp Golfschule („TUI Golfacademy“), die seit 1985 weit über 40.000 „Beginner“ an den Golfsport herangeführt hat. Aber auch andere machen (häufig) einen guten Job. Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die Ihnen die Platzreife in einer Woche garantieren: Sie glauben ja auch nicht, wenn Ihnen eine Fahrschule eine erfolgreiche Prüfung binnen kürzester Zeit garantiert. Eine gute, solide Ausbildung ist allemal mehr wert als ein geschenkter Schein! Weitere Informationen finden Sie unter www.amp-golf.de.

Die Platzreife – der Schritt in ein neues Leben
Jetzt fange ich an!Nicht mehr – aber auch ganz gewiss nicht weniger bedeutet die ersehnte Platzerlaubnis, mit der Sie alleine auf den Platz dürfen. Die Lizenz zum Golfspiel. Aber Vorsicht: Nicht jedes Zertifikat hilft weiter! Eine „PE“ von den Fidschi-Inseln, aus Florida und leider auch häufig aus Österreich wird hierzulande häufig stirnrunzelnd begutachtet und führen nicht selten zu einem bedauernden Schulterzucken. Weitgehend auf der sicheren Seite sind Sie dagegen mit dem „DGV-Platzreife“- Zertifikat (DGV= Deutscher Golfverband). Über 600 Clubs in Deutschland prüfen mittlerweile gemäß den DGV-Vorgaben und erkennen die so abgenommene Platzreifeprüfung anderer Clubs an.

Jetzt kann ich aber auf den Platz?!
Pustekuchen! Um auf der Anlage eines „richtigen“ Golfclubs spielen zu dürfen, müssen Sie regelmäßig auch Mitglied eines anderen regulären Golfclubs sein. Alte „Golfersolidarität“ aus den Tagen, als es bei uns noch nicht so viele Anlagen gab. Motto: Du darfst bei mir spielen, wenn ich bei Dir spielen darf.

Jetzt fange ich an!Der Ausnahmen gibt es aber schon so einige: Die Zahl der öffentlichen Golfanlagen nimmt ständig zu. Dort darf spielen, wer über ausreichende Spiel­fertigkeit und Regelkenntnisse verfügt und das Green Fee, die Spielgebühr, entrichtet hat.

Eine andere Möglichkeit ist die Vereinigung clubfreier Golfer (www.vcg.de). Über 650 Anlagen in Deutschland lassen die Mitglieder der VcG auf ihren Platz. Natürlich ebenfalls gegen Gebühr – aber was ist schon umsonst? Eine gute Möglichkeit, sich umzusehen und dabei den „richtigen“ Club zu finden.

Text: Klaus Stahmer 

Golf – erste „Annäherungsschläge“ an die Trendsportart Nr. 1 

Golfsport auch 2009 zum Anfassen

 

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