Danny Lee: Ein Amateur schreibt Geschichte, Siem am Ende Drucken E-Mail
Sonntag, 22. Februar 2009

Marcel Siem Ein junger Neuseeländer hat sich heute morgen in die Geschichtsbücher des Golf eingetragen. Sein Name: Danny Lee. Mit seinem Sieg bei der „Johnnie Walker Classic“ in Perth ist er der jüngste Sieger aller Zeiten bei einem Turnier der „European Tour“. Mit 18 Jahren und genau 213 Tagen setzte er sich vor Dale Hayes, der 1971 die „Spanish Open“ gewann. Außerdem ist er erst der zweite Amateur, der einen Sieg auf der Tour landen konnte. Seine Bilanz: Runden von 67, 68, 69 und noch einmal 67 Schlägen, insgesamt 17 unter Par. Danny Lee ist ein gebürtiger Koreaner, der im Alter von acht Jahren nach Neuseeland kam. Er gab zu: „Ich werde richtig nervös, wenn ich mich den Medien stellen muß. Aber ich kann sagen, ich fühle mich wie in einem Traum – und ich hoffe, ich wache nicht auf.“ Aus dem Nichts kam Danny Lee jedoch keineswegs. Er gewann die „US Amateur Open“ im letzten August schon als jüngster Spieler aller Zeiten und wurde auch nach einem Vergleich mit Tiger Woods gefragt. „Ich kann mich mit Tiger Woods nicht vergleichen, er ist einer der besten Spieler der Welt und die Nummer Eins.“ Danny Lee wird als Amateur bei den diesjährigen US Masters im April in Augusta an den Start gehen, danach wird er Professional.

Während Danny Lee sich feiern ließ, dachte Ross McGowan über sein verpatztes Finale nach. Sechs Löcher vor Schluß hatte der 26jährige Engländer mit zwei Schlägen Vorsprung geführt, dann kamen zwei Bogeys, als andere Birdies spielten. Er teilt sich am Ende Platz Zwei mit dem Chilenen Felipe Aguilar und dem Japaner Hiroyuki Fujita. Die drei freuen sich über ein hohes Preisgeld von je 160.582,79 Euro, denn der Sieger erhält als Amateur keinen Cent, die Prämie wird auf die folgen Plätze verteilt. Auf Rang Fünf folgen John Bickerton und Raphael Jaquelin, Platz Sieben teilen sich Adam Blyth, Michael Sim und Lee Westwood.

Die „Johnnie Walker Classic“ im „Vines Resort & CountryClub“ bei Perth gehört zu den interessantesten Turnieren der Tour und lockt regelmäßig Top-Spieler aus aller Welt an. Dieses Jahr kamen aus den USA auch die beiden Topstars Camillo Villegas (scheiterte am Cut) und Anthony Kim (wurde 25.). Auch Altmeister Greg Norman - auch er scheiterte am Cut - gab sich die Ehre.

Der einzige Deutsche im Feld, Marcel Siem (Foto), wurde 61ster, landete nach Runden von 72, 69, 73, und 71 am Ende des Feldes. Er erhielt ein Preisgeld von 3750 Euro. Cut geschafft, mehr nicht. Es kann nur besser werden.

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