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Donnerstag, 19. Juni 2008 |
Martin, vier unter Par, mit der Leistung kann man durchaus zufrieden sein, oder?
Martin Kaymer: „Auf jeden Fall. Ich habe ganz gut angefangen, sehr solide Schläge und gute Putts gemacht, und das Eagle auf der Neun hat natürlich auch geholfen.“
Ein Wort zum Championship Course: Wir hat Ihnen die Platzbeschaffenheit gefallen?
Kaymer: „Ich möchte erst einmal sagen, das die Grüns sehr, sehr gut sind. Ich habe die BMW International Open bisher drei Mal gespielt. In diesem Jahr sind die Grüns definitiv am besten. Generell kann man hier sehr aggressiv spielen.“
Tino Schuster hat gesagt, dass die Scores relativ hoch sind und er glaubt, dass dies an den Grüns liegt. Was denken Sie darüber?
Kaymer: „Ich fand es relativ einfach, weil man aggressiv putten konnte, denn die Grüns laufen sehr gut. Wenn man die Linie gut gelesen und einen guten Putt gemacht hat, dann war der auch meistens drin.“
Viele träumen davon, dass hier bei der Jubiläumsauflage erstmals überhaupt ein deutscher Spieler gewinnt. Wie sehen Sie die Chancen, und wie beurteilen Sie Ihre eigenen Aussichten?
Kaymer: „Es sind noch 54 Loch zu gehen. Ich spiele relativ gut, mein Putten ist auch besser geworden. In der vergangenen Woche bei den US Open bin ich nicht ganz so gut mit den Grüns zurecht gekommen, aber ich fühle mich hier ganz gut. Es war auch schön, so früh am Morgen schon so viele Zuschauer zu sehen. Das hilft immer. Vor daher stehe ich dem Wochenende sehr positiv gegenüber.“
Bei der US Open spielen Tiger Woods und Co., hier sind Sie der Star und derjenige, mit dem alle Zuschauer mitgehen. Ist der Druck größer, hier zu spielen?
Kaymer: „Bernhard Langer war schließlich mit im Flight, was sehr schön war, weil es viel Spaß macht, mit ihm zu spielen. Ich bin kein Tiger Woods, auch nicht in Deutschland. Ich spiele das Turnier, wie ich jedes andere spielen würde. Aber natürlich ist es schön, im eigenen Land zu spielen und diese Unterstützung zu haben.“
Bernhard Langer sagt über Sie: ‚Martin Kaymer muss von mir nichts lernen. Er lernt von den Besten.’ Ist das der Fall? Sie haben in den vergangenen Wochen große Turniere gespielt. Was haben Sie sich abgeschaut?
Kaymer: „Es ist immer schön, wenn man seinen Start-Flight erfährt und sieht, dass Ernie Els und Thomas Björn mit einem spielen, mit denen war ich im vergangenen Jahr hier auf der Runde. Man lernt dabei diese Ruhe und diese Geduld, die solche Spieler auf dem Platz haben. Das hilft mir, mich für die großen Turniere vorzubereiten, das ist das Wichtigste. Ich durfte jetzt zwei Majors mitspielen, und Geduld ist das Allerwichtigste. Was lernt man von den großen Spielern? Es ist schwer, Details zu nennen, aber man spürt einfach das, was man für sich positiv nutzen kann.“
Der Ryder Cup kommt näher. Denken Sie jetzt schon daran
Kaymer: „Ich gehe nicht ins Internet und schaue, auf welchem Platz ich liege. Ich lese es und höre es von anderen. Aber ansonsten spiele ich einfach nur. Na klar, ich würde mich super freuen, und es ist mein Ziel, einmal für Europa spielen zu dürfen. Aber ich denke und hoffe, dass ich noch viele Jahre Zeit habe, das zu schaffen. Ich kann einfach nur mein Bestes geben.“
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