Schwacher Tag für Ernie Els – Lee Westwood stark Drucken E-Mail
Samstag, 20. Dezember 2008
Lee WestwoodDas war echt heavy, Mr. Big Easy! Weltklassegolfer Ernie Els erwischte bei „seinem“ Turnier in Südafrika, der „South African Open“, einen rabenschwarzen Tag. Als Zweiter startete er den Tag, kündigte am Morgen in der Presskonferenz nach den ersten beiden Runden noch eine Attacke auf die Spitze an und befand, ein Südafrikaner müsste das Turnier gewinnen. Damit meinte er vor allem sich selbst, aber daraus wird wohl nichts. Er spielte eine katastrophale 77, rutschte von Position 2 auf 37 ab und hat mit dem Ausgang des Turniers vor dem Finaltag nichts mehr zu tun. Je ein Triplebogey an Loch 1 und 11 sowie vier weitere Bogeys, das ist wohl lange nicht passiert. Der Neunte der Weltrangliste, seit 2000 ununterbrochen in den Top Ten der Welt, konnte auch mit fünf Birdies nichts retten. Ganz schwach anfangen und dann ganz stark nachlassen, das geht einfach nicht gut!
Seinen Traum vom Sieg eines Südafrikaners müssen jetzt andere verwirklichen, und zwei könnten es schaffen. An erster Stelle Retief Gossen. Der zweifache Majors-Sieger notierte erneut eine 69 und liegt jetzt bei  Minus Elf auf Rang Vier. Sein Kommentar, wie üblich analytisch und trocken: „Der Kurs ist schwer, mit wenig oder mit viel Wind. Du brauchst gute Schläge und musst die Putts machen.“ Sein kurzer Birdieputt auf der 18 blieb zu kurz, auch typisch: „Da habe ich mich wohl zu sehr auf die Linie konzentriert. Seinen Rang teilt er sich mit seinem Landsmann George Cotzee – der spielte an der 18 ein Eagle – sowie dem Iren Rory McIlroy und dem Nordiren Damien McGrane.
Die drei Spieler vor dem Quartett sind auf Position Zwei der Nordire Gareth Maybin sowie der führende nach zwei Runden führende Michael Lorenzo-Vera, jeweils mit Zwölf unter Par. Der junge Franzose verlor seine Führung nach Bogey und Doppelbogey an Loch 11 und 12 an Lee Westwood. Der Engländer spielte exzellent und mit viel Geduld. Er spielte zwar am Ende sogar ein Birdie weniger als Ernie Els, allerdings kein einziges Loch schlechter als Par. Nach Runden von 66,68 und 68 hat er mit vierzehn unter Par zwei Schläge Vorsprung. Das war eine ganz starke Leistung und wenn er am Finaltag aus dem „Pearl Valley Golf Estate“ daran anknüpfen kann, wird es nichts mit einem südafrikanischen Sieg.
Die Runde des Tages spielte übrigens der österreichische Tour-Novize Bernd Wiesberger. Seine überragende 65 –nach 72 und 69 an den ersten beiden Tagen - ließ ihn zum Aufsteiger des Tages werden, von Rang 44 auf Position 7 und mit Acht unter Par gar nicht so weit weg von der Spitze. Auf dem schwierigen Kurs kann jedoch viel passieren, es wird spannend.

bjs
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