Trouble in Schottland Drucken E-Mail
Freitag, 29. August 2008
Martin KaymerEs geht um alles in Gleneagles – nicht nur um den Sieg der Johnny Walker Championship auf dem schottischen Traditionskurs, sondern auch um das Ticket zum Ryder Cup.
Das gilt vor allen für Martin Kaymer, der nach seiner schwachen Vorstellung in der letzten Woche jetzt richtig gut spielen muss, um sein Ticket noch zu lösen. Danach sieht es allerdings nach der ersten Runde nicht aus, drei über Par ist kein Ergebnis, das ihn weiter bringt. Äusserst selten, dass Profis einen Ball verlieren, doch genau das ist Martin Kaymer passiert. Das 14. Loch ist nur 288 Meter lang, mit dem Driver erreichbar. Kaymers Drive verschwand im dicken Rough und wurde erst nach den erlaubten fünf Minuten wieder gefunden, galt damit als verloren. Doppelbogey! Aktuell liegt er auf Position 73, muss heute um den Cut kämpfen.
Marcel Siem Auch um alles geht es für Marcel Siem. Er spielt seit Monaten wie ein Muster ohne Wert, verliert seine Tourkarte. Doch nach fünf gespielten Löcher stand er gestern an der Spitze des Leaderboards, vier unter Par nach vier Birdies und einem Par! Ein Start, der viel versprach und am Ende nichts hielt. Gleich an seinem sechsten Loch ein Triple Bogey, am Ende hatte er immerhin noch eine 71 auf der Karte und rutschte bis auf Position 22 ab. Mal sehen, ob er heute an seine guten oder schlechten Löcher anknüpft und den Cut schafft.
Richtig gut spielte Gregory Havret. Der Franose, der im letzten Jahr die Barclays Scottish Open gewann, geizt in Schottland offensichtlich gern mit seinen Schlägen und führt mit einer 68 (fünf unter Par) das Feld an.
Zwei Schläge hinter ihm liegen Paul Broadhurst, der seit Monaten immer wieder ganz vorn dabei ist, Christian Cévaer, Gary Orr und Robert Rock,
Es folgen mehrere Spieler mit 2 unter Par, darunter der Österreicher Martin Wiegele.
Bei minus 1 dann unter anderem Lee Westwood, der bereits für den Ryder Cup qualifiziert ist und auch Darren Clarke, der in der letzten Woche gewann und mit einer guten Leistung hier erster Kandidat für eine Wild Card von Nick Faldo wird.
Noch ein kurzer Blick an das Ende des Feldes. Da finden wir dann auch Sven Strüver, der nach einer miesen 80 auf Position 134 liegt. Auch er wird seine Tourkarte verlieren und wir dürfen abwarten, ob er in seinem fortgeschrittenen Alter – am 9. August ist er 41 geworden - noch einmal die Schulbank der „Qualifying School“ drücken wird.

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