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Überraschung am Crocodile River |
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Sonntag, 14. Dezember 2008 |
Ist das ein neuer Stern(e) am Golfhimmel? Richard Sterne aus Südafrika gewinnt nach einer dramatischen Finalrunde die „Alfred Dunhill Championship“ im „Leopard Creek Golf Club“ in Südafrika. Der 27jährige ist kein Neuling auf der Tour, sein letzter Sieg gelang ihm Anfang dieses Jahres bei den „Joburg Open“. Doch dieser Titel ist weit höher dotiert, für das gemeinsam von der südafrikanischen „Sunshine Tour“ und der „European PGA Tour“ ausgetragene Event erhält er als Sieger 158.500 Euro, das ist ein sehr ordentliches Preisgeld.
Des einen Freud, des anderen Leid. Selten trifft das so zu wie an diesem Finaltag. Die beiden Führenden nach Tag Drei gingen gemeinsam auf die Runde, und der Südafrikaner Thomas Aiken begann sehr ordentlich, mit zwei frühen Birdies baute er seine Führung auf vier Schläge aus. Doch Bogey, Bogey, Doppelbogey an den Löchern 9, 10 und 11 pulverisierten seinen komfortablen Vorsprung, der Amerikaner Len Mattiace übernahm die Führung. Aber nur bis zum Loch 14, dort schlug er einen wilden Hook ins Aus und notierte eine Sieben auf seiner Scorekarte. Aiken konnte auf den Grüns nicht an seine Leistung anknüpfen, ihm gelang kein weiteres Birdie. Im Gegenteil, auf der letzen Bahn schlug er einen Ball ins Wasser, kam noch mit einem Bogey davon. Rang Vier bringt immerhin noch 42.500 Euro. Noch schlimmer kam es für Len Mattiace. Er schlug an der 18 zwei Bälle ins Wasser, notierte ein weiteres Triple-Bogey und wurde durchgereicht auf Rang 14. So grausam kann Golf sein, selbst die Zuschauer hatten Mitleid mit dem völlig demoralisierten Amerikaner. 14.450 Euro, viel mehr als Spesen für die lange und teure Reise sind das wohl kaum.
Rang Zwei teilen sich der Schwede Johan Edfors, der mit einer 66 das beste Ergebnis des Tages erzielte, und der Engländer Robert Rock, der mit einem verschobenen Birdieputt die Chance auf ein Stechen verwirkte.
Sieger Sterne war selbst überrascht, plötzlich in Führung zu liegen: „Als ich auf das Leaderboard sah, vermutete ich die Führung mindestens einen oder zwei Schläge vor mir „, gab der Mann aus Pretoria unumwunden zu, „aber so ist Golf“.
Wieder ein Überraschungssieger in „Leopard Creek“ – im letzten Jahr spielte der Führende Ernie Els am Schlussloch eine Acht – und John Bickerton wurde der selbst staunende Sieger.
bjs
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