Honda Classic: Die große Villegas-Show
Montag, 8. März 2010
Camilo VillegasMit fünf Schlägen Vorsprung gewinnt der 28jährige Kolumbianer Camilo Villegas in seiner Wahlheimat Florida. Nach neun Löchern in der Finalrunde liegt er bereits drei unter Par für den Tag, ein weiteres Birdie folgte an der 10. Doch dann Bogeys an der 11, 12 und an der 15, dem Eingang in die „Bear Trap“. Am Ende dann noch ein Birdie an der 18, mit 132 unter Par nach Runden von 66, 66, 67 und 68 gewinnt er deutlich mit fünf Schlägen Vorsprung vor Anthony Kim, der nach seiner verkorksten dritten Runde eine gute Finalrunde (67) spielt. Dahinter zwei Engländer: Justin Rose spielt eine sensationelle 64 und macht zwanzig Plätze gut, beendet das Turnier als alleiniger Dritter. Hinter ihm auf Rang Vier Paul Casey, er teilt sich den Platz mit Vijay Singh. Ein dritter Engländer schafft es ebenfalls in die Top Ten. Lee Westwood spielt zum Abschluss eine solide 68.

Anthony KimDer Tag und das Turnier gehörten jedoch dem athletischen Mann aus Medellin. Camilo Villegas liegt in der Long-Drive-Statistik der US PGA Tour auf Rang 2, mit durchschnittlichen Drives von 300,3 Yards, gut 270 Meter. Bubba Watson führt die Statistik mit 70 Zentimetern (!) Vorsprung an. Viel wichtiger ist aber auf einem engen Platz wie dem „PGA National“, auf dem die „Honda Classic“ seit 2007 stattfindet, das gute „Scoren“, das Gesamtergebnis der Runde. Und das ist Villegas die Nummer Eins der Tour, mit durchschnittlichen Runden von exakt 67,19 Schlägen. Ein verdienter Sieger (Preisgeld 5,6 Millionen Dollar, Siegerscheck1.008,000 Dollar) also, der bescheiden auftrat: „Es ist etwas ganz Besonderes, ich bin sehr privilegiert machen zu dürfen, was ich mache. Aber glauben Sie mir, es ist hart. Die Jungs hier draußen sind gut, das ist so wahr. Sie sind wirklich gut.“ Aber auch sein Stolz zeigte sich: „Zuhause in Kolumbien haben sicher viele Leute vor dem Fernseher geklebt und für mich gehofft.“
Villegas ist jetzt der vierte Spieler der Tour unter 30, der mindestens dreimal auf der US PGA Tour gewonnen hat. Die anderen sind Adam Scott (6), Dustin Johnson und Sean O’Hair.

The Bear TrapUnd die „Bear Trap“ hat doch noch ein Opfer gefordert. Der Australier Nathan Green, nach drei Runden auf Platz Zwei, schoss sich mit einer 77 aus dem Rennen. An der Bärenfalle, den Löchern 15 bis 17, startete er mit einem Doppelbogey, doch es kam noch schlimmer. An der 17 lag sein Ball am Rande des Wasserhindernisses im Matsch. Drei Schläge waren nötig, um den Ball aufs Grün zu bringen, beim zweiten Schlag kam gar ein zweiter Ball mit, der ungesehen unter seinem gelegen hatte. Triple-Bogey, am Ende Rang Zwölf. Das war teuer, kostete ihn in der Summe rund 400.00 Dollar Preisgeld!

Alex Cejka beendete das Turnier mit einer Runde von 70 Schlägen auf Rang 26.

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