Innisbrook: Goosen beendet Durststrecke
Montag, 23. März 2009
Retief Goosen„Es fühlt sich richtig gut an, mal wieder eine Trophäe in die Hand nehmen zu dürfen.“ Retief Gossen hat im Jahr 2005 zuletzt auf der Tour gewonnen und Kritiker sahen ihn schon von der Spitze der Weltrangliste verschwinden. Kurz nach seinem 40. Geburtstag  am 3. Februar meldete er sich mit einem Sieg zurück. „Ich bin fitter denn je, so kraftvoll habe ich mich zuletzt gefühlt, als ich als junger Mann beim Militär war“, gab er in der Pressekonferenz zu Protokoll. Seine Winterpause war sein Trainingslager, „sieben Tage in der Woche habe ich mehr oder weniger Bälle geschlagen, jeden Tag bin ich ins Fitnessstudio gegangen.“ Es hat sich ausgezahlt, hochkonzentriert und voller Energie absolvierte er seine Finalrunde. Der zweite Sieg bei dem Turnier in Innisbrook, das konnte der 40-jährige Südafrikaner 2003 schon einmal für sich entscheiden. Zusammen mit K.J. Choi, der in den Jahren 2002 und 2006 gewann, gehört er nun zu den beiden Mehrfachsiegern dieses Turniers.

Transitions Championship Dabei mußte der zweifache US-Open-Champion bis zum letzten Loch kämpfen. Für den Sieg brauchte Goosen einen Zweiputt aus etwa neun Metern. Sein erster Putt verfehlte das Ziel und ging über eineinhalb Meter am Loch vorbei. Der Südafrikaner zeigte starke Nerven und versenkte den Par-Putt zum Sieg. Mit 276 Schlägen (69, 68, 69, 70) und acht unter Par holte er sich die 972.000 Dollar Siegerprämie.

"Es war großartig, dass der Putt fiel" meinte Goosen sichtlich erleichtert. "„Der Platz ist eine echte Herausforderung, und die Grüns konnten einem schon fast Angst einjagen. Das hatte US Open-Qualität.“ ergänzte er. Die Grüns erinnerten ihn an Shinnecock Hills. Dort hatte Goosen 2004 seinen zweiten US Open Sieg gefeiert. Am Finaltag waren die Grüns derart schnell und unberechenbar geworden, dass die Scores reihenweise nach oben gingen und die Spieler verzweifelten. Fast alle, denn Goosen verwandelte die Putts. Einen nach dem anderen.

Retief Gossen Einen Schlag hinter Goosen kamen Charles Howell III. und Brett Quigley ins Ziel. Charles Howell und Retief Goosen lagen kurz vor Schluß bei Neun unter Par, zwei Bogeys auf den vier extrem schweren Schlussbahnen des „Copperhead“-Kurses in Innisbrook wurden ihm zum Verhängnis. Mathew Goggin, Steve Stricker und Charlie Wi beendeten das Turnier einen weiteren Schlag dahinter auf dem geteilten vierten Rang.

Tom Lehman, der Führende nach drei Runden, hatte einen schlechten Finaltag erwischt. Der 50-jährige ehemalige Ryder Cup Kapitän spielte eine 75 und landete auf Platz Acht. Mit seinen fünfzig Jahren ist er spielberechtigt für die „Champions Tour“, Bernhard Langer bekommt einen weiteren Konkurrenten.

Ryo IshikawaDas japanische Wunderkind, Ryo Ishikawa, beendete das Turnier mit 293 Zählern (+10) auf dem 71. Rang. Bei seinem zweiten Turnier auf der PGA Tour hatte der 17-Jährige Youngster immerhin den Cut geschafft. Dies war ihm bei seiner US-Premiere bei der Northern Trust Open nicht gelungen, da war er noch am Cut gescheitert.
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