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Noch fünf Löcher zu spielen für Nick Watney, drei Schläge hinter dem Führenden John Rollins, der schon wie der sichere Sieger aussieht. Dann kommt ein kleiner Zusammenbruch von John Rollins, eine Mischung aus schlechten Schwüngen und schlechten Lagen, die zu Bogeys führen. Und dann kommt an der 16 ein echter Sonntagsputt von Nick Watney. Er lochte einen pfeilschnellen Abwärtsputt mit viel Break zum Birdie ein. Gleichstand. Nick Watney hatte im ganzen Turnier nicht ein einziges Mal geführt, aber als er an der 18. Spielbahn seinen Birdieputt einlocht, ist er der überraschende Sieger des traditionsreichen Turniers auf dem Golfplatz von „Torrey Pines“ vor den Toren San Diegos und nimmt wenige Miuten später einen Scheck über 954.000 Dollar in Empfang.
Damit wurde der 28-jährige Kalifornier zum zweiten Mal Sieger auf der Tour. Dieses Mal trat er in die Fußstapfen von Tiger Woods, der hier nicht nur bereits sechs Mal das „Buick Invitational“, sondern auch die „US Open“ in 2008 gewann, sein bis dato letzter Auftritt auf der Tour. Watneys Finalrunde mit 68 Schlägen war sechs Schläge besser als die 74 von John Rollins, dem wohl seine Nerven einen Strich durch die Rechnung machten. Er konnte seine Enttäuschung kaum verbergen, gab sich aber als guter Sportsmann.Er wurde alleiniger Zweiter, sein Preisgeld von 572.400 Dollar ist ein schönesTrostpflaster.
Publikumsliebling Camillo Villegas kämpfte wie ein Tiger –und verlor. Er hatte gute Birdiechancen, die nicht fielen, musste aber auch immer wieder um ein Par kämpfen und wurde am Ende gemeinsam mit Lucas Glover Dritter. Sein Kommentar: „Jedes Mal lerne ich dazu. Das ist ok.“ Kein Wort von Enttäuschung, er betonte immer wieder, wieviel Spaß ihm der Dreikampf an der Spitze bereitet habe. Er flirtete mit demPublikum, bezauberte es mit seinen Spiderman-ähnlichen Verrenkungen beim Lesen der Grüns und nahm es am Ende gelassen. Der Mann hat das Zeug, zum großem Star der kommenden Jahre zu werden.
Die beste Runde des Tages spielte Hunter Mahan, seine 66 holte ihn aus dem Mittelfeld auf den 11. Platz. Phil Mickelson blieb dort stecken. Seine finale 75 bedeutet den geteilten 42. Platz. Nach dem verpassten Cut in der letzten Woche darf man das nun wohl mit Fug und Recht als einen verpatzten Saisonstart betrachten.
Kurioses am Rande: Das 13. Loch ist ein Par 5, das die Spieler am Sonntag mit durchschnittlich 4.324 Schlägern absolvierten. Damit war es das leichteste Loch. Durchschnittlich 4,549 Schläge wurden an Bahn Vier benötigt. Das ist allerdings ein Par 4, das in der Summe fast gleich viele Bogeys und Doppelbogeys produzierte als Birdies (nur zwei!) und Pars.
Tag 3: John Rollins in San Diego an der Spitze
Tag 2: „Buick Invitational“: Villegas bleibt in Front
Tag 1: Starker Auftakt von Camillo Villegas
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