Ryder Cup: Zum zehnten Mal am Start
Samstag, 18. September 2010
Mike „Fluff“ Cowan
Mike „Fluff“ Cowan
Das schafft kein Spieler. Zehn Mal beim Ryder Cup am Start, zehn Mal mitten drin im spannendsten Wettbewerb der Golfer. Einer schafft es: Mike „Fluff“ Cowan. Den kennen Sie nicht? Falsch, den haben Sie schon oft gesehen, wenn Sie Golf im TV verfolgen. „Fluff“ ist Caddy, und sein mächtiger Schnauzbart hat ihm zu seinem Spitznamen verholfen. Er war vor 25 Jahren zum ersten Mal beim Ryder Cup in England am Start, 1985 in „The Belfry“ an der Tasche von Peter Jacobson. Vier Jahre später kam er wieder, dieses Mal als Caddy von Fred Couples. Er kehrte kurz zurück zu Peter Jacobsen, dann wurde er der Caddy von niemand geringerem als Tiger Woods. In Valderrama erlebte und erlitt er 1997 die schmerzliche Niederlage im Einzel, als der kaum bekannte Italiener Costantino Rocca den Weltranglistenersten Tiger Woods im Einzel niederrang.
Mike „Fluff“ Cowan
Fluff Cowan mit Jim Furyk
Niederlagen im Ryder Cup kennt Cowan gut, bei seinen bisherigen neun Starts siegte sieben Mal das Team Europa. Seit mehr als zehn Jahren trägt er die Tasche von Jim Furyk, mit ihm ist er jetzt das fünfte Mal dabei. Was hat sich geändert seit seinem ersten Start? „Damals haben wir gar nichts bekommen, ein paar Pullover, denke ich. Jetzt werden wir deutlich besser behandelt. Wir kriegen jede Menge Kleidung, wir fliegen auf der Chartermaschine mit den Spielern und wir werden anständig bezahlt. Einige Jungs sagen, es sei nicht genug, ich denke das nicht. Dieser Wettkampf...es gibt nichts Vergleichbares.“

Seine beste Erinnerung hat er an Valhalla 2008, als Furyk auf dem 17. Grün einen Putt versenkte, der ihn das Match gegen Miguel Angel Jimenez gewinnen ließ und gleichzeitig der entscheidende Punkt zum Sieg des Wettbewerbs für Team USA war. Gar nicht so gern denkt er an 1989 zurück,
Mike „Fluff“ Cowan
Fluff Cowan mit Tiger Woods
als Christy O’Connor ein Eisen 2 an die Fahne nagelte und damit das Match gegen Fred Couples gewann.

„Es war schon immer ein intensiver Wettbewerb“, zieht er Bilanz. „Es ist nur immer größer geworden, wie Golf insgesamt. Die Spannung ist riesig, auch bei den Spielern. Für sie hat sich nicht viel verändert.“

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