Am 29.08.2010 fiel die erste Team-Entscheidung, nämlich die in Europa. Die Mannschaft, um die qualifizierten Spieler Lee Westwood, Graeme Mc Dowell, Rory McIlroy, Martin Kaymer, Ian Poulter, Ross Fisher, Francesco Molinari, Peter Hanson und Miguel Angel Jiménez stand und Montgomerie gab seine drei Wildcards bekannt. Diese waren: Padraig Harrington, Luke Donald und Edoardo Molinari. Die Picks erklärte Colin Montgomerie wie folgt: „Harrington in den letzten drei Jahren drei Majorturniere gewonnen und im Match-Play ist er so stark, dass keine gerne gegen ihn spielen möchte. Luke Donald ist ebenfalls ein exzellenter Match-Play-Spieler und hat in der Vergangenheit schon bewiesen, wie wertvoll er für ein Ryder Cup Team sein kann. Edoardo Molinari hat heute bei den Johnny Walker Championship gezeigt, dass er eine Wildcard verdient hat. Er stand unter großem Druck, denn er wusste, dass er hier gewinnen musste, um eine Chance auf eine Wildcard zu erhalten. Ich habe in meinen 24 Jahren auf der Tour schon viel erlebt, was jedoch Molinari bei seinem Birdie-Birdie-Birdie-Finish und in der gesamten Finalrunde zeigte, war einmalig. Zusammen mit seinem Bruder Francesco wird er ein tolles Team bilden. Sie haben ja zusammen schon den World Cup gewonnen. Übrigens ist es das erste Mal bei beiden Teams in der gesamten Ryder Cup Geschichte, dass Brüder in einem Team spielen.“ Mit Edoardo Molinari hat Europa sechs Neulinge im Team.Montgomerie betonte in der Pressekonferenz auch, dass er in diesem Jahr die Qual der Wahl hatte und eigentlich 20 Spieler hätte nominieren müssen. „Ich musste Weltklassespielern wie Paul Casey oder Justin Rose heute Nachmittag mitteilen, dass sie leider nicht im Team sind. Das ist keine leichte Aufgabe für einen Captain, aber auch dieses muss gemacht werden,“ erklärte der Schotte. Dann gab er noch folgende Überraschung bekannt: „Ich habe mich entschieden neben Paul McGinley, Darren Clarke und Thomas Björn auch Sergio Garcia zum Vice-Captain zu nominieren. Wir alle vier freuen uns, dass er am 1. Oktober unser Team verstärken wird.“
Bei den Amerikanern kämpft in diesem Jahr die Nr. 1 der Welt um eine Wildcard. Tiger Woods liegt nur auf Platz 12, jedoch in diesem Jahr qualifizieren sich nur die Top-8 automatisch. Es liegt nun bei Team-Captain Corey Pavin ob Tiger ein Kandidat für eine automatische Wildcard ist oder nicht.
Womit wir bei den Qualifikationsänderungen wären. Im Gegensatz zu den letzten Austragungen, wo es pro Team nur zwei Wildcards gab, dürfen die Captains jetzt mehr vergeben. Schon bei der letzten Austragung im „Valhalla Golf Club“ in Louisville in Kentucky 2008 hatte der damalige US Ryder-Cup-Captain Paul Azinger das Wildcard System der Amerikaner verändert und durchgesetzt, dass er vier Wildcards zur Verfügung hat. Die Europäer zogen nach, in diesem Jahr durfte Montgomerie erstmalig drei statt zwei Wildcards vergeben. In den USA qualifizieren sich damit nur die ersten acht Spieler und Corey Pavin vergibt am 07.09.2010 seine vier Tickets. Eigentlich ein Unding, denn beide Mannschaften sollten aus Fairnessgründen am gleichen Tag bekannt gegeben werden. In Europa war es etwas komplizierter. Es qualifizierten sich hier die ersten vier der World Points List und die ersten fünf der European Points List, die sich nicht schon durch die World Points List qualifiziert haben und Colin Montgomerie durfte drei Wildcards verteilen.
Der Platz
The Celtic Manor Resort in der City of Newport, Wales, ist in diesem Jahr der Austragungsort. Der „Twenty Ten Course“ verspricht viele Dramen beim Ryder Cup im Oktober. Nach den Anweisungen des europäischen Captains Colin Montgomerie wurde der Platz seit dem Winter hergerichtet. Entworfen von European Golf Design und speziell für den Ryder Cup gebaut, ist dieser Golfplatz eine echte Herausforderung. Alleine an sechs der acht letzten Löcher kommt hier Wasser ins Spiel. Dies verspricht auf jeden Fall ein spannendes Finale, wenn die gesamte Golfwelt ab dem 1. Oktober nach Wales schaut.
Montgomerie steckte viel Zeit in die enge Zusammenarbeit mit Celtic Manor Director of Golf Courses , Jim McKenzie, und der European Golf Design, Ross McMurray, um ein perfektes Layout zu präsentieren.
"Wir haben eine Reihe von Bunkern tiefer gemacht und dadurch die Kanten höher gezogen. Das Rough wird sicherlich höher und fetter sein, als bei den Celtic Manor Wales Open Anfang Juni ", sagte McKenzie. „Auch die Grüns werden dann härter sein, sodass man schon präzise Eisen schlagen muss, um gute Ergebnisse zu erzielen.“
2007 wurde der Platz zusammen mit dem Montgomerie Course eröffnet und seit dieser Zeit wurde weiter an seinem Layout gefeilt. So entstand in den vergangenen Jahren links neben dem 11. Grün eine neue Senke, die unpräzise gespielte Bälle unweigerlich auffängt und Richtung Wasser rollen lässt. Der gesamte Platz ist 6.747m lang bei Par 71.