So läuft der Ryder Cup
Dienstag, 28. September 2010
DerAm 6. Juni 1927 wurde der erste "Ryder Cup“ ausgetragen. Benannt nach dem Stifter des Cup, Samuel Ryder, einem britischen Samenhändler und begeistertem Freizeitgolfer. Der Pokal, gekrönt mit der Figur eines Golfers beim Ansprechen des Balles, ist aus reinem Gold und schlug damals mit stolzen 250 Pfund zu Buche.

Zwischen 1935 und 1973 dominierte das amerikanische Team den Cup nach Belieben. Um den Vergleich ausgeglichener zu gestalten wurden die britischen Golfer ab 1973 mit Spielern aus Irland verstärkt und seit 1979 können Golfpros aus ganz Europa aufgeboten werden. Seitdem ist das Kräfteverhältnis ausgeglichen, seit 1985 konnten die Europäer acht der letzten zwölf Ryder Cups für sich entscheiden.

Das Format ist einfach: 2 Teams (eins USA, eins Europa) mit je 12 Spieler die sich in 28 Begegnungen über 18 Loch miteinander Mann-gegen-Mann drei Tage lang messen. Es finden acht "Foursomes" (zwei Spieler jedes Teams schlagen abwechselnd den Ball), acht "Fourballs" (zwei Spieler jedes Teams spielen parallel, das bessere Ergebnis des Teams entscheidet das Loch) und zwölf Einzelmatches statt. Der Sieger jeder Partie bekommt einen Punkt, ein Unentschieden gibt es für jedes Team einen halben Punkt. Die Mannschaft, die zuerst 14,5 Punkte hat, gewinnt den Cup. Bei Gleichstand verbleibt der Cup beim Titelverteidiger.

Twenty Ten Course
Twenty Ten Course
Austragungsort des 38. Ryder Cup vom 1. bis 3. Oktober ist das Celtic Manor Resort im walisischen City of Newport. Zum ersten Mal in der Geschichte des Ryder Cup wird der Kontinentalvergleich auf einem eigens dafür entworfenen Platz ausgetragen, dem „Twenty Ten Course“. Rund 16 Millionen Pfund wurden in den 7.493 Yards (6.819 Meter) langen Par 71-Kurs und das Clubhaus investiert.

In diesem Jahr fand mit der „Celtic Manor Wales Open“ bereits ein Turnier der European Tour auf dem Twenty Ten Course statt. Gewonnen hatte damals Graeme McDowell, ein Ryder Cup-Starter. Und auch Luke Donald (Rang 3), Edoardo Molinari (T4) und Miguel Angel Jimenez (8) waren bestens mit dem Platz zurechtgekommen.

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