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Das Insel-Tagebuch: Die Entdeckung des "La Mer" |
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Donnerstag, 21. April 2011 |
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 GC Sylt Im letzten Jahr haben wir in einer Serie die Golfplätze auf Sylt vorgestellt. Wenn Sie in der Suchmaske "Insel-Tagebuch" eingeben, finden Sie die sechsteilige Serie, die die vier Golfplätze auf Sylt vorstellt, dazu einige Vorschläge für einen kulinarischen Ausklang auf der Insel bietet. An den Golfplätzen hat sich nichts verändert, der Golfklub Morsum ist und bleibt der sehr private Platz für stille Genießer, in der Vorsaison ist es sicher auch kein Problem, eine Startzeit zu bekommen. Der Marine Golf Klub ist der Ursprung des Sylter Golf-Lebens, dessen Anfänge nun schon mehr als hundert Jahre zurück liegen. Budersand ist der jüngste Klub der Insel mit Auszeichnungen überhäuft, ob zu Recht oder nicht, können Sie selbst vor Ort feststellen. Der Golfklub Sylt, zwischen Wenningstedt und Kampen am markanten Leuchtturm gelegen, ist die erste Adresse auf Sylt, wenn es um ein lebendiges Klubleben und ersklassige Schulungsmöglichkeiten geht.
Sylt ist das Golf-Hoch im Norden, aber Sylt ist eben auch kulinarisch ein Highlight. Im Insel-Tagebuch sind verschiedene Restaurants erwähnt und beschrieben, wer feine oder kräftige Küche liebt, wird hier fündig. Ob die "Sturmhaube" in Kampen, "Fisch-Fiete" oder "Karsten Wulff"" in Keitum, die "Sansibar" oder das Sterne-Restaurant von Johannes King im "Söl'ringhof" - auf ihre Art alle großartig. Eines stand aber noch nicht auf der Liste, und das gehört unbedingt dazu. Die Rede ist vom "Le Mer", dem Sterne-Restaurant des A-Rosa in List auf Sylt. Gestern Abend haben wir das Restaurant zum ersten Mal besucht, und ich sage es vorweg, es wird nicht das letzte Mal sein. Keative Küche auf allerhöchstem Niveau, das versprechen Küchenchef Sebastian Zier und sein Team. Und nach meinem ersten Abend im "La Mer" kann ich nur sagen, das ist deutlich untertrieben. Ich denke zurück, wann ein Essen zum letzten Mal derartig gut war, derartig liebevoll zubereitet und derartig fein präsentiert. Vor zweieinhalb Jahren war ich im Ritz-Carlton in Dublin, in "Powerscourt".
Dort hat Gordon Ramsay ein Restaurant, und genau daran fühlte ich mich gestern Abend erinnert. Das Arosa auf Sylt ist ein ziemlicher Klotz, der in die Lister Dünen gestellt wurde, das Hotel wird von den Syltern nicht wirklich geschätzt, es ist einfach mindestens eine Nummer zu groß. Doch das vergisst man sofort, wenn man seinen Platz im "La Mer" einnimmt. Das Restaurant ist im modernen Landhausstil eingerichtet, dezente Farben und geschmackvolle Accessoires prägen das Bild. Der Service ist erstklassig, wie man es von einem ausgezeichneten Restaurant auch erwarten darf. 22 Plätze, die sylt-untypisch auch nur einmal am Abend vergeben werden, weitläufig verteilt, hier wird anständige Distanz zum Nachbartisch gehalten. Eine sehr originelle Speisekarte bietet zwei Menüs, deren Gerichte aber auch einzeln und individuell zusammen gestellt werden können.
Während wir noch überlegen kommt schon der erste Gruss aus der Küche. Die Zutaten zu nennen ist sinnlos, denn die Kombination und die Präsentation ist überraschend und überzeugend. So geht es den ganzen Abend weiter, eine raffinierte Gaumenfreude jagt die Nächste und am Ende verstehe ich sehr gut, warum Sebastian Zier im Gaul Millau 2011 zum Aufsteiger des Jahres gekürt wurde. Fisch, Schalen- und Krustentiere werden mit feinen Zutaten und zu einem kulinarischen Höhepunkt nach dem anderen kombiniert, einfach genial. Und all ob das alles noch nicht genug wäre, kommt als krönender Abschluss eine Variation an Dessert auf den Tisch, die Chef-Pâtissier Christian Hümbs gezaubert hat. Wir haben die Küche auch hier gefordert, sind von der Karte abgewichen. Kein Problem für die Mannschaft, die ganz offensichtlich überhaupt keine Schwierigkeit hat, auch Sonderwünsche auf höchstem Niveau zu erfüllen. Es war ein fantastischer Gourmet-Abend im "La Mer", und nur der Ordnung halber erwähne ich es: Wir waren schlicht und einfach privat dort, nicht als angekündigte Test-Esser oder über die Presseabteilung gebuchte Journalisten, für die eine Sonderschicht eingelegt wurde. Nein, das "La Mer" können sie genau so erleben wie wir, und ich empfehle dringend, nach einer der Golfrunden auf Sylt eine Reservierung für dieses großartige Restaurant vorzunehmen.
» 4 Kommentare
1Kommentar am Freitag, 22. April 2011 07:20
Das hört sich work Ich gut an. Ich werde das La Mer einmal besuchen. Bei der Aufzählung der kulinarischen Top-Spots der Insel, sollte auch das alte Fährhaus in Munkmarsch nicht fehlen. Allessandro Pape hat sich im letzten Jahr den zweiten, sehr verdienten,Stern erkocht. Immer einen Besuch wert.
2"Fein, fein" am Samstag, 23. April 2011 08:42
Hallo, das klingt ja beeindruckend. Bin auch Zweitwohnsitz-Sylter, das Restaurant hatte ich noch nicht auf dem Radar. Da werden wir dann wohl mal dringend reservieren müssen. Danke für den Tipp!
3"Gaumenschmaus" am Montag, 25. April 2011 16:26
Ich kann den Inhalt des Beitrages nur bestätigen. War mit meinem Freund da, das Essen war wirklich außergewöhlich gut. Glaube kaum, das man auf der Insel besser bekocht und bewirtet werden kann. Vielen Dank!
4"Wer mal was neues sucht" am Mittwoch, 4. Mai 2011 22:49
Auch ich kann das La Mer empfehlen. Waren um Ostern rum dort und ich hoffe das wir im Sommer auch wieder einen Platz ergattern können. Lange nicht mehr so gut bekocht worden, lockerer Service, netter Chefkoch (besuchte uns am Ende noch an unserem Tisch), was will man mehr? Auch die Preise sind für Sylter Verhältnisse und das was ich bekomme, wirklich fair
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