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Es gibt ein paar Plätze, die muss jeder Golfer einmal in seinem Leben gespielt haben. Pebble Beach und St. Andrews zählen sicher dazu, sie sind öffentlich und mit etwas Glück bekommt man dort auch ein Tee Time. Auch von Augusta träumt jeder Golfer, doch der Privatclub ist nur wenigen Mitgliedern vorbehalten.
Ein neuer Traumplatz vor unserer Haustür öffnet am 18. Juli seine Pforten, der Golfklub Budersand an der Sylter Südspitze vor den Toren Hörnums. Ein echter Küstenplatz, dessen Besitzerin Claudia Ebert ein ganz ungewöhnliches Konzept verfolgt. Keine Klubmitglieder, sondern ausschließlich Gäste, die gegen Greenfee auf den Platz dürfen. Der Entwurf des Sylter Architekten Rolf Stephan Hansen ist ein Volltreffer, wer schottisches „Links Golf“ liebt, findet hier sein Paradies. Die schönsten Plätze Irlands und Schottlands wurden persönlich in Augeschein genommen, und der Par 72-Kurs steht seinen Vorbildern in nichts nach. Schmale Spielbahnen werden von Dünen gesäumt, Topfbunker fangen verirrte Drives und unpräzise Schläge ins Grün ab. „Wer Pech hat, kann nur rückwärts wieder heraus“, gibt Architekt Hansen unumwunden zu. Der gebürtige Sylter, der in England seine Ausbildung genossen hat, ist stolz auf sein Werk und das zu Recht. Hinter Dünen versteckte Grüns, blinde Abschläge oder auch erhöhte Tees mit fantastischen Aussichten – Langeweile kommt hier sicher nicht auf.
Das Greenfee ist mit 60 Euro sicher kein Schnäppchen, aber doch durchaus preiswert im wahren Sinne des Wortes. Ein Unterschied zwischen Woche und Wochenende gibt es nicht. „Auf Sylt ist immer Sonntag“, klärt Clubmanager Harald Holle auf. Das Klubhaus selbst liegt auf dem höchsten Punkt des Platzes, von außen erinnert es in seinen Proportionen an die ehemalige Funkstation, aber von innen bietet es pure Gemütlichkeit und mit dem Restaurant „Strönholt“ eine feine Küche, die auch Nichtgolfern offen steht. Das Konzept der Einrichtung mit Lounge-Charakter stammt vom Hamburger Innenarchitekten Jan Wichers. Der ist schwer beschäftigt, denn das zur Anlage gehörende Hotel samt Spa geht in seine letzte Phase, soll zum nächsten Frühjahr bezogen werden, und auch da zeichnet er für die Einrichtung verantwortlich.
Sylt ist attraktiv, für Golfer ebenso wie Strandbesucher. Und jetzt wird die Insel noch um eine große Attraktion reicher.
Text + Fotos : Claudia C. Huth / Bernd J. Störtebek
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