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Golf & Schroth: Golfclub Oberstaufen-Steibis |
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Mittwoch, 10. November 2010 |
Tag Nummer Dreizehn der Schrothkur in Oberstaufen. Alles ist lieb gewordene Routine, nach wie vor kein Hungergefühl, die Schrothkur ist ein äußerst angenehmer Weg, etwas für sein Wohlbefinden zu tun. Aber ich riskiere auch schon mal einen Blick auf die „richtige“ Karte in Haubers Gutshof, denn hier wird sehr leicht und lecker gekocht und schließlich geht es doch auf den Endspurt, noch einen Tag „Schrothler“. Morgen beginnt die Rückkehr zum normalen Essen mit einem Aufbautag. Heute ist allerdings wieder ein Golftag, der „Golfclub Steibis“ steht auf dem Programm.
Die 18-Loch-Anlage liegt am Ortsrand von Oberstaufen, gehört leider nicht mehr zum „Oberstaufen plus Golf“-Programm, der Andrang war zu groß, die Mitglieder des Klubs haben erfolgreich protestiert. Nun müssen alle Gäste wieder Greenfee bezahlen, aber das lohnt sich ganz sicher. Das Tagesgreenfee für Erwachsene beträgt 62 Euro, dazu gibt es ein „Dämmergreenfee“. Im Mai, Juni, September und Oktober kann man ab 15.30 für 45 Euro spielen, im Juli und August ab 16.30 Uhr. Das reicht in jedem Fall noch für 18 Löcher. Gäste sind willkommen, wenn sie mindestens ein Handicap von 45 vorweisen können. Der Platz ist ein Ausflug in die Allgäuer Natur, es geht auf und ab, Schräglagen sind nicht ungewöhnlich. Die Spielbahnen sind nicht nur gespickt mit Sand- und Wasserhindernissen, ins Spiel kommen auch immer wieder Biotope, aus dem Fairway herausragende Felsen, hier und da plätschert eine kleine Quelle am Rande der Spielbahn. Direkt am Golfplatz liegen etliche Weiden, in den Sommermonaten ist das Schellengeläut die typische Sounduntermalung während der Golfrunde.
Das Course Rating des Par 70-Platzes nennt für Herren bei 5282 Meter 69,0 mit Slope 133, für Damen bei 4666 Metern 70,7, bei Slope 124. Das klingt relativ leicht, aber das täuscht. Die Fairways sind gesäumt von saftigen Bergwiesen, die gern auch mal hüfthohes Dickicht bieten. Einen verzogenen Ball wieder zu finden ist schon ungewöhnlich, ihn zu spielen unmöglich. Dazu kommen die weißen Pfähle, das heißt Ausgrenze und damit Schlag- und Distanzverlust. Wer nicht gut in Form, sollte ein paar Extra-Bälle in der Tasche haben, damit er die achtzehn Löcher auch zu Ende spielen kann. Und das Bälle suchen wird von den Inhabern der Wiesen auch nicht immer geduldet, wie ein Elektrozaun auf der linken Seite von Loch Zwölf deutlich macht. Aber vielleicht stimmt auch die Geschichte, das dieser Bauer selbst ein Golfer ist, der sich die besten Bälle in seine Golftasche steckt und den Rest wieder für ein Obulus unter die Golfer bringt.
Als schwerstes Loch des Platzes weist die Scorekarte die Bahn Sechs aus, ein 463 Meter langes Par 5. Das wundert mich etwas, ich empfinde Bahn Neun als weit schwerer. Das ist ein 180 Meter langes Par 3, das überhaupt keinen Spielraum für nicht optimal getroffene Bälle erlaubt. Es geht in voller Distanz über Wasser, rechts und links vom Grün ist keine Auslaufzone. Wer das Grün nicht trifft, hat hier keine Chance auf passablen Score.
Der Proshop ist gut sortiert, mit Bogner und Burlington für Kleidung und Duca del Cosma und Walter Genuin sind Top-Marken im Angebot. Das Restaurant kultiviert mit seiner Einrichtung den Allgäuer Landhaus-Stil, die Küche bietet vor allem regionale und traditionelle Gerichte an. Probiert haben wir dort nichts, obwohl einiges sehr verlockend war, was an unserem Tisch vorbei getragen wurde. Wir sitzen mal wieder bei unserem Tee, ich habe heute Pfefferminz gewählt, obwohl mit Latte Macchiato viel leichter über die Zunge gegangen wäre. Aber es ist ja noch Schroth-Kur, und ich freue mich jetzt nach der Runde schon wieder auf das Abendessen in Haubers Gutshof, heute gibt es getoastetes Fermentbrot mit Tomatenmus und Gemüse. Klingt sehr lecker, und beim Abendessen stellt sich dann schnell heraus, das ist es auch.
Golf Oberstaufen-Steibis
In der Au 5
87534 Oberstaufen-Steibis
Telefon: 08386-8529
Mail:
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Web: www.golf-oberstaufen.de
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