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Die Südwestspitze Floridas erlebte in den letzten zwanzig Jahren einen ungeheuren Boom. Einer der Gründe dafür ist das gute Wetter. Der „Sunshine State“ Florida bietet das überall, aber in Naples bietet er noch ein wenig mehr. Das Klima ist subtropisch mit ganzjährigen, warmen Temperaturen. Vor allem in den Wintermonaten zieht es „Snowbirds“ aus dem Norden der USA, aus Kanada und auch aus Europa nach Naples. Die kältesten Monate sind der Dezember bis Februar mit Durchschnittstemperaturen von 24 Grad Celsius. Zum Vergleich: Deutschlands Hochsommer kommt auf 23 Grad.
Noch Fragen? Hier ist die Antwort: Kilometerlange Sandstrände und Golfplätze vom Allerfeinsten, darum ist Naples für viele Menschen zur zweiten Heimat geworden. Die Einwohnerzahl der Stadt am Golf liegt eigentlich nur bei rund 30.000, im Winter vervielfacht sie sich durch „Residents“ und Touristen. Naples ist eine feine Stadt mit exzellenten Restaurants und vielen Möglichkeiten zum Bummeln und Shoppen. Die „Fifth Avenue“ ist das Herz der Stadt, hier ziehen allabendlich Scharen von Besuchern um die Häuser, besuchen Restaurants, Galerien, Eisdielen und Shops.
Wer den feinen Sandstrand und gutes Golf kombinieren möchte, hat eigentlich nur eine Wahl: „The Naples Beach Hotel & Golf Club“. Die Lage ist fast unglaublich, das Hotel liegt direkt am Strand, zum Golfplatz ist es nicht weit, er liegt genau auf der anderen Straßenseite. Das Hotel blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits um 1880 wurde das erste Gebäude erstellt, das „Naples Hotel“. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts kam dann der Golfplatz hinzu, es war der erste 18-Loch-Platz der Region. Architekt war niemand Geringerer als Donald Ross, dem die Golfwelt etliche Klassiker zu verdanken hat. 1980, 1993 und 1998 wurde der Platz vom amerikanischen Architekten Ron Garl aus Orlando überarbeitet. Der Mann ist bei uns nicht sehr bekannt, ist aber ein Meister seines Fachs, der allein in Florida rund fünfzig Plätze geplant oder überarbeitet hat. Der Platz ist relativ kurz, er misst 6488 Yards, das entspricht 5.839 Meter. Aber kurz ist relativ, viele Wasserhindernisse, gut platzierte Bunker und schnelle Grüns mit vielen Breaks sorgen dafür, dass die Runde immer spannend bleibt. Und das Greenfee ist sehr zivil, liegt zwischen 40 (Mitte Mai bis Ende September) und 85 Dollar (7. Januar bis 10. April) inklusive Golf Cart. Das ist nicht überzogen, das ist ein fairer Preis für einen anständigen und gepflegten Platz.
Doch zurück zur Historie, 1946 kaufte Henry Broadwell Watkins senior, ein Spielzeughersteller aus Ohio, das ursprüngliche „Beachfront Hotel“. Ein paar Jahre später kamen der Beach Club und der Golfplatz dazu. Das letzte Hotelgebäude wurde 1971 fertig gestellt. Watkins sen. wurde 91 Jahre alt, übergab vor seinem Tod die Geschäfte an seinen Sohn Henry B. junior. Heute wird das Hotel von seinen beiden Enkeln geleitet. Michael Watkins und Henry Watkins III haben vielen Versuchungen widerstanden, die Hotelanlage an eine der internationalen Ketten zu verkaufen. Sie haben in ihr Hotel investiert und komplett renoviert. Der Charme der Anlage ging dabei nicht verloren, auch dass das Hotel 319 Zimmer hat, bemerkt man als Gast kaum, weil viele Gebäude die Summe der Räume ausmachen. Wenn man abends mit einem Drink an der „Sunset Bar“ sitzt, die Delphine im Wasser herumspringen, die Sonne im Meer versinkt, weiss man, das ist ein tropisches Paradies, das karibisches Flair versprüht.
Die Anreise nach Naples ist einfach. Entweder fliegt man nach Miami und überquert Florida in weniger als zwei Stunden via „Alligator Alley“ oder man fliegt nach Fort Myers. Der „Southwest International Airport“ ist in weniger als einer halben Stunde zu erreichen.
Auf dem Weg nach Fort Myers liegt eine der besten Shopping Malls der USA, die „Miromar Outlets“. Für Besucher der Region ein Muss, denn hier wird kein billiger Ramsch verhökert, hier gibt es Top-Ware von aktuellen Designern. Fast 150 Shops laden ein, die Preise sind im Verhältnis zu Ladenpreisen bis zu siebzig Prozent reduziert. Von A wie Adidas über Banana Republic, Calvin Klein, GAP, Lacoste, Nike, Tommy Hilfiger bis zu Z wie Zales ist alles vertreten und die Preise sind tatsächlich verlockend. Die „Miromar Outlets“ sind Teil der Miromar Lakes-Community, dazu gehört auch ein exzellenter Golfklub, der ist allerdings privat. Wie bei so vielen Klubs ist das aber relativ, eine Fahrt zum Klubhaus gibt schnell Aufschluss, ob an dem Tag auch Gäste gegen Greenfee auf den Platz dürfen.
Ein weiterer Platz, der in Naples von Interesse ist, ist der „Tiburon Golf Club“, „Tiburon“ ist da spanische Wort für Hai, damit ist auch schon verraten, wer der Designer ist: Greg Norman, „The Great White Shark“, hat hier zwei 18-Loch-Plätze entworfen, die zum Ritz-Carlton Hotel gehören und dementsprechend auch im Greenfee bis zu 250 Dollar verlangen. Aber es gibt weitere Plätze in der Region, die eine Runde wert sind. Old Corkscrew in Estero, ein Jack Nicklaus-Design ohne jede Bebauung, das Klubhaus ist das einzige Gebäude auf dem anspruchsvollen Platz, The Colony Bay & Golf Club in Bonita Springs, dort auch der „Raptor Bay Golf Club“, der zum Hyatt gehört.
Fazit: Naples ist die Perle Floridas, und wer hier in den Urlaub fährt, ist gefährdet! Die Sucht nach Naples kann so groß werden, das man überlegt, hier sein Winterdomizil aufzuschlagen. Ich weiss, wovon ich rede! Überall in und um Naples gibt es private Wohnanlagen, in denen nach der Immobilienkrise in den USA sehr preiswerte Wohnungen und Häuser zum Verkauf stehen. Die deutschsprachige Maklerin Helga Wetzold ist Expertin für die Region Naples und ist sich sicher: „Zur Zeit gibt es bessere Angebote denn je. Wer hier in seine Lebensqualität investiert, kann bei sorgfältiger Auswahl und guter Beratung keinen Fehler machen. Schauen Sie sich zum Beispiel Forest Glen an, einer der besten Golfplätze der Region, eine klasse Community, und Top-Wohnungen schon unter 200.000 Dollar.“ Wenn Sie zum Urlaub nach Naples fahren, sollten Sie die Chance nutzen, sich nach Immobilien umzuschauen. Das Interesse ist dann auch der Weg, um hier und da auf privaten Plätzen zu spielen, die Gelegenheit für eine Runde Golf bekommt man nur als „prospect buyer“ , als Kaufinteressent. Wichtig, überstürzen Sie nichts, lassen Sie sich Zeit, das Angebot ist groß, die Zeit nach der Krise ist die Zeit des Käufers.
» 3 Kommentare
1"Auf geht's" am Donnerstag, 6. Januar 2011 10:15
Holla, das scheint ja ein ganz dolles Reiseziel zu sein. Das rückt ganz nach oben auf meiner To-Do-List! Kann jemand bestätigen, was in dem Artikel steht?
2"So ist es." am Freitag, 7. Januar 2011 06:22
Das ist exakt so, wie es da steht. Wir waren im letzten November mit Freunden da, haben für dieses Jahr schon wieder gebucht. Naples ist topp!
3"Kaiser" am Samstag, 8. Januar 2011 13:25
Sehr interessant, es wird Zeit mal dort hin zu fahren.
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