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Florida hat die Golfküste – und hier geht es erst Mal nicht um Golfplätze, sondern um den Golf von Mexiko. Viele Kenner Floridas ziehen die milde Golfküste der raueren Atlantikküste vor, vor allem wohl auch deshalb, weil ihre weitläufigen Strände mit den Postkarten-Sonnenuntergängen im Meer für Wasserratten eine magische Anziehungskraft besitzen. Ob Pulversand oder Muschelstrand, hier gibt es einfach alles, und die Strände in der Region um St. Petersburg werden regelmäßig zu den schönsten Küstenstreifen in den USA gewählt.
Aber auch Golfliebhaber, und jetzt sprechen wir von denen mit den 14 Schlägern in der Tasche, finden hier ihr Paradies. Zum Beispiel in „Innisbrook“, einer Anlage, die alles bietet, was Golfer suchen. Auf knapp 400 Hektar erstreckt sich eine private Anlage, die mit vier exzellenten Golfplätzen glänzt. Für Gäste gibt es 620 Räume, 487 sogenannte Suiten und 133 Gästezimmer. Die Suiten sind eigentlich kleine Apartments, rund 80 Quadratmeter groß, mit Wohnbereich, Küche und Bad. Viele von ihnen liegen direkt an den Fairways. Man fühlt sich hier sehr schnell wohl.
Die Golfplätze sind alle von einem eher unbekannten Designer entworfen, von Lawrence Packard aus Chicago. Das tut der Qualität aber gar keinen Abbruch, der Mann hat dem Land wunderschöne Golfplätze abgetrotzt, die sich durch die leicht hügelige Landschaft ziehen. Florida ist hier nicht so flach wie meist üblich, von erhöhten Abschlägen gibt es tolle Aussichten auf Spielbahnen und Grüns, die sich durch die Landschaft ziehen. Die Topographie und auch die vielen Laub- und Nadelbäume erinnern eher an South Carolina, sehen nicht sehr typisch aus für Florida.
Der bekannteste Platz ist sicherlich „Copperhead“, weil hier die Profis der US PGA Tour Anfang März für die „Transitions Championship“ aufteen, im Jahre 2011 vom 14.- 20. März. Titelverteidiger ist einer der besten Spieler der Welt, der Amerikaner Jim Furyk. Der ehemalige Ryder Cup-Kapitän Paul Azinger hat den Copperhead-Kurs „den besten Kurs der US Tour“ genannt. Ein Kompliment aus berufenem Munde. Manager Doug Schmidt, gebürtig aus Chicago, berichtet aber, dass viele der Mitglieder den „Island Course“ bevorzugen – nicht weil er leichter zu spielen sei, sondern weil er noch schöner ist als der Vorzeigekurs „Copperhead“. Die große amerikanische Zeitschrift „Golf Digest“ lobt ihn ebenfalls sehr und ordnet ihn bei den fünfzig besten Resort-Kursen der USA ein.
Darüber hinaus gibt es „Higlands North“ und „Highlands South“, etwas kürzer als die Erstgenannten, Par 70 bzw. Par 71 und ebenfalls einen Besuch wert. Für eine kleine Runde nach dem Frühstück oder vor dem Abendessen gibt es außerdem noch den „Fox Squirrel Course“, 9 Loch, Par 32, ein netter kleiner Spaziergang mit ein paar Schlägern.
„Innisbrook“ ist ein komplettes Resort mit allen Aktivitäten, Tennis, Racquetball, Fitness Center, Jogging- und Fahrradstrecke, Angeln und sechs Pools, einer sogar mit Wasserrutsche für die Kinder. Und natürlich gibt es auch den großen Spa- und Wellnessbereich, der gerade auf den neuesten Stand gebracht wird.
Und auch wer lieber nicht in seinem Apartment kochen möchte, muss nicht weit fahren. Im „Copperhead“-Klubhaus ist „Packard’s Steakhouse“ untergebracht, da gibt es die wunderbaren, saftigen und dicken amerikanischen Steaks, die nach einer Runde Golf so gut schmecken wie sonst nirgendwo auf der Welt.
Für eine oder zwei Wochen Urlaub ist „Innisbrook“ ein zu Unrecht wenig bekanntes Ziel in Deutschland, dabei ist der Flughafen von Tampa nur ein halbe Stunde entfernt. Und wie gesagt, an der Golfküste zählt nicht nur das Golfspiel. Wer die Strände sieht, wird gern den einen oder andern Tag Golf abschreiben. „Honeymoon Island“ ist wunderschön, und von dort fährt eine kleine Fähre nach „Caladessi Island“, eine unbewohnte Insel mit einem kleinen Hafen. Die kilometerlangen Sandstrände sind wenig besucht, das Wasser ist flach und warm und lädt zum Baden und Schwimmen ein.
Ungewöhnlich für die USA ist das fortgeschrittene Umweltbewusstsein in „Innisbrook“. Hier wird recycelt, zum Beispiel rund acht Tonnen Papier jeden Monat. Die Golfcarts sind elektrisch, auf den Plätzen ist aber auch Tragen und Trolley erlaubt. Obst und Gemüse werden, soweit möglich, von Bauern aus der Region eingekauft. Glas und Porzellan werden eingesetzt, wo immer möglich, alle Kunststoffabfälle werden gesammelt und zur Wiederverwertung abgegeben. Alles in allem ein vorbildliches Resort, das sehr preiswerte „Packages“ anbietet. Wer hier Golfen und Wohnen bucht, kommt hier sehr preiswert in den Genuss von einem hohen Standard und wird das machen, was die meisten Besucher von „Innisbrook“ machen – sie kommen immer wieder!
Text & Fotos: Bernd J. Störtebek
In der nächsten Folge: Fort Myers & Sanibel Island
www.innisbrookgolfresort.com
www.golfurlaub.com
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