Mit Schwung bei der Sache
Donnerstag, 28. Mai 2009

PGA National ResortKeine Frage, wer richtig gut Golf spielen möchte, schafft das nicht ohne professionelle Anleitung. „See Your Pro“, sagen die Amerikaner und meinen damit nicht nur die Golfstunde im heimischen Klub, sondern buchen gleich ein paar schöne Tage an einem schönen Ort. Zum Beispiel im PGA National Resort in Palm Beach Gardens. Hier werden Sie mit Ihrem Anliegen besonders gut bedient, denn erstens gehen Sie hier nicht in irgendeine Schule, sondern in die „Golf Digest Instruction School“. Zweitens wohnen Sie in einem sehr komfortablen Hotel direkt an der Golfschule und drittens können Sie auf sage und schreib fünf Plätzen spielen, die zum „PGA National Resort & Spa“ gehören.

PGA National ResortDoch der Reihe nach. Amerikas größte und wohl auch beste Golfzeitschrift, „Golf Digest“, wurde 1971 von Lesern gefragt, ob man das geballte Wissen der Redaktion nicht auch in die Tat umsetzen könne. Eine gute Idee, fand der Herausgeber und gründete die „Golf Digest Instruction Schools“. Fortan wurde hier der Maßstab für Qualität in der Golfschulwelt gesetzt. Die Golfschule in Palm Beach Gardens bietet ein komplettes Programm für alle Bereiche und für alle Klassen an. Urlauber können Einzelstunden buchen, aber wirklich sinnvoll sind sicher die 2- oder 3-Tages Schulen mit vollem Programm. PGA National ResortSie beginnen morgens um acht Uhr, höllisch früh im Urlaub, aber dank der Zeitverschiebung ist in Deutschland schon zwei Uhr nachmittags und darum kommt keiner zu spät – und dann geht es im 30-Minuten-Rhythmus durch alle Aspekte des Golfspiels. Dave Maga, der Chef des 12—köpfigen Lehrerteams: „Wir lassen wirklich nichts aus, was auf dem Golfplatz passieren könnte und machen jeden Spieler besser.“ Das ist amerikanisches Understatement.

PGA National ResortBis halb drei wird mal am vollen Schwung, mal am halben und viertel Schwung gefeilt, es geht ins Rough, in den Bunker und auf das Putting Grün. Fred Vann, Golfpro-Veteran im Resort: „Wir haben hier viele Gäste, die alle paar Jahre wiederkommen, um ihr Spiel aufzufrischen. Sogar Tourspieler gewöhnen sich Fehler an, die ihr Spiel zerfallen lassen. Wir setzen den Schwung wieder zusammen, dann läuft es wieder besser – und macht wieder viel mehr Spaß.“
PGA National Resort Der Spaßfaktor scheint ohnehin eine Komponente zu sein, die wohl typisch amerikanisch eine große Rolle spielt. Hier hört man niemanden jammern, die Leute entschuldigen nicht jeden schlecht getroffenen Ball mit einer akuten Schwungumstellung – sie genießen den Tag in der Sonne und vergnügen sich.

Wenn um halb drei das Tagewerk getan ist, geht für viele der Spaß eigentlich erst richtig los. PGA National ResortNach einer Pause am Hotelpool – je nach Neigung mit einem kühlen Bier und ein paar Chips oder mit einer Tasse Kaffe und einem leckeren „Key Lime Pie“ – steht schon keine 50 Meter entfernt das Cart bereit. Auf geht es auf einen der fünf zum Resort gehörigen Golfplätze.
Der spektakulärste ist sicher der „Champion Course“, im Original von Tom Fazio geplant, 1990 von Jack Nicklaus überarbeitet. 1983 wurde hier der „Ryder Cup“ ausgespielt, 1987 die „PGA Championship“. Seit 2008 macht die PGA Tour hier wieder Station, mit der „Honda Classic“. PGA National ResortIn diesem Jahr wurden hier 5,6 Millionen Preisgeld ausgeschüttet, das zeigt den hohen Stellenwert. Alex Cejka hat hier lange gelebt und trainiert, kennt den Patz sehr gut. In guter Form spielt er hier immer mit um den Sieg. Der Platz hat zwar relativ generöse Landeflächen für die Drives und relativ große Grüns, aber am Schluss wird es eng. Dann kommt die „Bear Trap“ - die Löcher 15, 16 und 17. Zwar kommt an 16 der 18 Löcher Wasser ins Spiel, aber hier spielt es mit! Loch 15 ist ein Par 3, das Wasser beginnt vor der Tee Box und verläuft seitlich am Grün. Ein wenig Fade, ein wenig zu weit rechts oder ein wenig zu kurz – Nachladen! PGA National ResortLoch 16 ist ein scharfes Dogleg nach rechts, der zweite Schlag geht quer über den See auf das Grün. Raymond Floyd hat hier einmal am Finaltag der „PGA Seniors Championship“ zwei Bälle ins Wasser befördert und mit einem „Snowman“ = 8 den Titel verspielt. Die 17 dann wieder ein Par 3 mit Abschlag an einem und Grün am anderen Ufer.
Wer diese drei Löcher bogeyfrei übersteht, kann sich die Golfschule am nächsten Tag schenken und gleich auf einen der anderen vier Golfplätze des Resorts gehen.PGA National Resort „The Haig“ macht das Golferleben viel leichter als der „Champion“, denn es gibt kein frontales Wasser. Damit ist er auch für höhere Handicaps und Anfänger eine gute Wahl.  „The Palmer“, benannt nach seinem Designer Arnold Palmer, bietet weite Fairways und große Grüns, ist also ebenfalls ein freundlicher Kurs. „The Squire“ ist zwar der kürzeste Platz des Resorts, erfordert aber ein sehr präzises Spiel und gute Strategie. Der fünfte Platz ist „The Squire“ und er liegt als einziger nicht direkt im Resort, sondern ca. 8 Kilometer entfernt. Doch der Weg lohnt sich, der Platz glänzt mit interessantem Layout, 80 Bunkern und Wasserhindernissen an allen 18 Löchern.Gardens Mall

Wem das Golf spielen nach der Schule zu viel wird, bleibt nachmittags einfach am Pool oder fährt direkt an den Atlantik, der nur ein paar Minuten entfernt ist und viel öffentlichen Zugang bietet. Sollte es ausnahmsweise einmal regnen im „Sunshine State“, lockt die „Gardens Mall“. Ein Shoppingcenter der Superlative mit Bloomingdale’s, Macy’s, Nordstrom, Saks Sears und Dutzenden von kleineren Shops unter einem Dach. Gardens MallDa vergeht ein Tag oft noch schneller als auf dem Golfplatz – es wird nur teurer, viele teurer.

Der Aufenthalt selbst muss nicht teuer werden, es gibt diverse „Packages“, die vom deutschen Büro des Resorts angeboten werden. Jürgen Rassmann, der das German Office betreut und selbst seit vielen Jahren den Winter im „PGA National Resort verbringt, berät deutsche Interessenten sehr kompetent.

Text: Claudia C. Huth  Fotos: Bernd J. Störtebek

  • The Champion Course (Design Tom Fazio & Jack Nicklaus): Par 72, 7.022 Yards
  • The Palmer Course (Design Arnold Palmer): Par 72, 6.768 Yards
  • The Haig Course (Design Tom Fazio): Par 72, 6.806 Yards
  • The Squire Course (Design Tom Fazio): Par 72, 6.465 Yards
  • The Estates Course (Design Karl Litten): Par 72, 6.694 Yards
www.pganational.de

www.pgaresort.com
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